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Ergebnisse des Aufrufs “Initiativen zum Klimaschutz”

Im Vorfeld der diesjährigen 21. Weltklimakonferenz in Paris haben die französische Konferenz der Hochschulrektoren (CPU) und die Konferenz der “Grandes Ecoles” (CGE) im November 2014 einen Aufruf zum Klimaschutz gestartet. Ziel war es, die Initiativen der französischen Universitäten und Forschungsorganisationen zum Thema Klimawandel und nachhaltige Entwicklung zusammenzutragen.


Im Vorfeld der diesjährigen 21. Weltklimakonferenz in Paris haben die französische Konferenz der Hochschulrektoren (CPU) und die Konferenz der “Grandes Ecoles” (CGE) im November 2014 einen Aufruf zum Klimaschutz gestartet. Ziel war es, die Initiativen der französischen Universitäten und Forschungsorganisationen zum Thema Klimawandel und nachhaltige Entwicklung zusammenzutragen.

 

Die Wissenschaftsgemeinschaft, das Personal und die Studenten dieser Einrichtungen wurden aufgefordert, ihre Vorschläge zu unterbreiten. Insgesamt wurden 327 Initiativen aus ganz Frankreich eingereicht.

 

Mit dieser Initiative sollen der Öffentlichkeit die Maßnahmen der französischen Hochschulen und Forschungsakteure zum Klimawandel besser vermittelt werden. Dies trägt auch dazu bei, die strategische Rolle der Universitäten und Hochschulen beim Klima- und Umweltschutz stärker zu verdeutlichen.

 

Der Aufruf endete im März 2015. Die 327 Initiativen wurden nach drei Kriterien ausgewählt:

  • Die Schwerpunkte des 2009 erarbeiteten “Plan vert” (Grüner Plan) der französischen Hochschulen im Hinblick auf die Förderung der Nachhaltigkeit: Forschung, Umweltmanagement, Sozialpolitik und territoriale Verankerung, Strategie und Verwaltung, Lehre und Bildung
  • Art der Initiative (Forschungsprojekt, Ausbildungsprojekt, Verein, Konferenz, etc.)
  • Thema (Landwirtschaft, Verkehr, erneuerbare Energien, etc.)

 

Die vollständige Liste der Initiativen wird in Kürze auf der Webseite des Ministeriums veröffentlicht. Einige Beispiele sind bereits bekannt:

 

  • Die Universität Lyon führt auf lokaler Ebene eine öffentliche Konsultation zum Thema Klimawandel durch. Ziel ist es, ein Forschungsprojekt mit größerer Bürgerbeteiligung aufzubauen.
  • Das Exzellenzlabor BASC (Artenvielfalt, Agrarökosysteme, Gesellschaft und Klima) der Universität Paris-Sud untersucht den Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion auf die Umwelt.
  • Die Universität Neukaledonien leitet ein Forschungsprojekt zum Klimawandel und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten in Ozeanien (u.a. Viruserkrankungen, die durch Stechmücken übertragen werden).
  • Die Universität Nanterre hat einen ehrgeizigen Aktionsplan zur Steigerung der Energieeffizienz seiner Gebäude entwickelt. Sie will damit eine führende Rolle bei der Umsetzung des Energiewandels in Frankreich spielen.

 

In einem nächsten Schritt soll ein aktives Netzwerk lokaler Akteure, die sich für die COP21 Klimakonferenz engagieren, ins Leben gerufen werden.

 

Weitere Informationen:

Béatrice Bellini, Universität Paris Ouest-Nanterre-La Défense, beatrice.bellini@u-paris10.fr

 

Quelle: “Appel à initiative “climat” et “développement durable” : les 327 propositions des universités, écoles et grands établissements”, Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung, Hochschulen und Forschung, 31.03.2015 – http://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid87498/appel-a-initiative-climat-et-developpement-durable-les-327-propositions-des-universites-ecoles-et-grands-etablissements.html

 

Redakteur: Kenny Abbey, kenny.abbey@diplomatie.gouv.fr