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Valnevas-Impfstoff gegen Covid-19 erhält Auftrag von der Europäischen Union.

Das Labor aus Saint-Herblain (Departement Loire-Atlantique) hat positive Phase-3-Ergebnisse seines Produkts veröffentlicht. Die Europäische Kommission gab am Mittwoch, den 10. November, bekannt, dass sie mit dem französisch-österreichischen Labor eine Vereinbarung über den Kauf seines Impfstoffs gegen Covid-19 getroffen hat. Gemäß den Vertragsbedingungen wird das Biotech-Unternehmen mit Sitz in Saint-Herblain in der Nähe von Nantes die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) in den nächsten zwei Jahren mit bis zu 60 Millionen Dosen VLA2001 – so der Name seines Impfstoffkandidaten mit inaktiviertem Virus – versorgen, davon etwa 27 Millionen Dosen im Jahr 2022.

Valnevas-Impfstoff gegen Covid-19 erhält Auftrag von der Europäischen Union.

Dieser Impfstoff mit inaktiviertem Virus, eine “traditionellere” Technologie als die messenger-RNA-Technologie, die in den Impfstoffen von Pfizer-BioNTech und Moderna verwendet wird – welche in Europa derzeit am häufigsten verimpft werden -, könnte insbesondere einige Erwachsene überzeugen, die noch zögern. Die Mitgliedstaaten könnten auch beschließen, einen Teil dieser Impfstoffe an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu spenden, in denen die Impfquoten noch niedrig sind.

Die klinische Studie, die an etwa 4000 Erwachsenen in Großbritannien durchgeführt wurde und den Impfstoff des Biotech-Unternehmens aus Saint-Herblain (Loire-Atlantique) mit dem des britischen Unternehmens AstraZeneca verglich, “zeigte nicht nur eine höhere Generierung neutralisierender Antikörper als der AstraZeneca-Impfstoff, sondern auch ein statistisch besseres Verträglichkeitsprofil, was ihn zu einem gleichzeitig sehr wirksamen und sehr sicheren Impfstoff macht”, erläutert Grimaud im Detail. Die Ergebnisse seien umso erfreulicher, so der Chef des Biotech-Unternehmens, als sie auch zeigten, dass sein Impfstoffkandidat, der aus einem Wuhan-Stamm des Virus hergestellt wurde, auch vor der heute vorherrschenden Delta-Variante schützt.

Das französisch-österreichische Labor muss nun noch die Genehmigung der europäischen Regulierungsbehörden einholen, um mit der Vermarktung seines Produkts beginnen zu können. Die Europäische Arzneimittelagentur dürfte in diesem Rahmen bald mit der schrittweisen Überprüfung der Daten von VLA2001 beginnen. Vorbehaltlich der Genehmigung werden die ersten Lieferungen des Impfstoffs, mit dessen Produktion Valneva bereits vor einigen Monaten begonnen hat, im April 2022 eintreffen.

Quellen: Le Monde und Le Quotidien du Médecin.