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Zukunftsinvestitionen für Universitäten von Weltrang

Das Programm für Zukunftsinvestitionen wurde 2010 gestartet und umfasste bislang 3 Folgeprogramme mit einem Gesamtvolumen von 57 Milliarden Euro, davon mehr als die Hälfte für Hochschulbildung, Forschung und den Technologietransfer.

Zukunftsinvestitionen für Universitäten von Weltrang

Durch das am 22. Juli 2013 in Frankreich in Kraft getretene Gesetz zu Hochschulbildung und Forschung kam es 2014 zu einer umfassenden Zusammenlegung von Hochschul- und Forschungseinrichtungen zu 25 Universitätsverbänden. Mit dieser Maßnahme und der Einführung des Programmes für Zukunftsinvestitionen wurde die Herausbildung von nationalen und internationalen Kompetenzzentren für Hochschule und Forschung intensiviert.

Bis heute wurden von einer internationalen Jury 18 Standorte mit dem „Exzellenz-Gütesiegel“ ausgezeichnet: 9  “Exzellenzinitiativen” (IDEX) und 9 I-SITE (Initiatives Science – Innovation –Territoires – Economie).

Ziel der IDEX ist die gezielte Förderung von Spitzenforschung und Innovation in Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, die sich bereits durch ihre wissenschaftliche und pädagogische Exzellenz ausgezeichnet haben. Die IDEX soll 5-10 multidisziplinäre, territorial fokussierte Exzellenzcluster bzw. Forschungsverbünde von höchster Qualität und starker internationaler Sichtbarkeit zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bilden helfen und sie langfristig fördern. Die Standorte Straßburg, Aix-Marseille und Bordeaux erhielten endgültig das Gütesiegel IDEX. Bei den Standorten Sacley, PSL und der Sorbonne-Universität muss das Gütesiegel noch bestätigt werden. Grenoble, Nizza und Lyon ergänzen diese Auswahl. Diesen IDEX wurde damit der Weg geebnet, sich als fachübergreifende Universitäten von Weltrang zu etablieren.

Die I-SITE sind Universitäten, die themenspezifischer und enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Breite der wissenschaftlichen Themen. Als I-SITE ausgewählt wurden 2016 die Einrichtungen der Lorraine, Bourgogne/Franche-Comté und im Februar 2017 die Einrichtungen in Lille, Montpellier, Clermont-Ferrand, Nantes, Paris-Est, Paris-Seine und Pau.

Seit ihrer Auswahl haben die Universitäten und Forschungseinrichtungen, oft mit Unterstützung der Gebietskörperschaften und den Unternehmen, gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht, die ihre Stärken noch mehr zur Geltung bringen. Sie konnten sich dabei auf eine stärker integrierte Verwaltung aller Instrumente der französischen Forschungs- und Hochschullandschaft stützen.

Die Jury unterstrich die Qualität und Originalität der Projekte, die dazu beitragen werden, die Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten auf internationaler Ebene zu stärken und Frankreichs Platz im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

Die Schaffung von Universitäten von Weltrang gehört zu den größten Herausforderungen in einer globalisierten Welt, in der die wissensbasierte Wirtschaft zu einem der wichtigsten Kriterien für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes geworden ist.

 

Quelle: Französische Regierung, 08.03.2017 – http://www.gouvernement.fr/conseil-des-ministres/2017-03-08/les-investissements-d-avenir-pour-les-universites-de-rang-mo

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr