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Die französische High-Tech-Industrie setzt auf eine Show in Las Vegas

Vom 7. bis 10. Januar 2014 fand in Las Vegas die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, die Consumer Electronics Show (CES) statt. Bei der CES geht es um visionäre Konzepte, spannende Produkte, deren Verflechtung und wegweisende Innovationen. Unter den acht “coolsten Produkten der CES”, die vom Magazin Wired – die amerikanische Bibel im High-Tech-Bereich – ausgewählt wurden, finden sich auch vier französische Innovationen.


Vom 7. bis 10. Januar 2014 fand in Las Vegas die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik, die Consumer Electronics Show (CES) statt. Bei der CES geht es um visionäre Konzepte, spannende Produkte, deren Verflechtung und wegweisende Innovationen. Unter den acht coolsten Produkten der CES”, die vom Magazin Wireddie amerikanische Bibel im High-Tech-Bereich – ausgewählt wurden, finden sich auch vier französische Innovationen.

 

Die erste Innovation ist ein “Schlafüberwacher” mit dem Namen “Aura“. Er wurde vom französischen Startup Withings entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Art Sensoren-Gürtel, der unter der Matratze platziert und ein Gerät, das neben dem Bett aufgestellt wird. Beide Geräte zusammen überwachen die Schlafqualität anhand von Faktoren wie Atem- oder Herzfrequenz, Geräuschen, Raumtemperatur und Licht. Auf Basis der durch diese Messungen gewonnenen Erkenntnisse soll das System durch ein spezielles Licht- und Klangsystem den Schlaf verbessern. Unter anderem geschieht dies, indem durch spezielle Lichtreize die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin optimiert wird und spezielle Klangprogramme beispielsweise beim Einschlafen helfen. Aura weckt den Schläfer zum perfekten Zeitpunkt nicht in der Tiefschlafphase entweder mit Licht oder Ton.

"Aura" der Firma Withings – Copyright Withings

“Aura” der Firma Withings – Copyright Withings

Das zweite Produkt ist das Sensor-Armband June” von der Firma Netatmo, das speziell auf weibliche iPhone-Besitzerinnen abzielt. Vor der ersten Anwendung müssen Fragen beantwortet werden, um festzustellen, welchem Hauttyp die Trägerin entspricht. June misst die UV-Intensität und erfasst das Maß an Sonnenbestrahlung, der die Haut der Trägerin über den Tag hinweg ausgesetzt ist. In Abhängigkeit vom Hauttyp der Frau gibt eine App dann entsprechende Ratschläge (Aufbringen von Sonnencreme, welcher Lichtschutzfaktor, Tragen einer Sonnenbrille etc.).

“June” der Firma Netatmo – Copyright Netatmo

Das dritte Gerät ist eine Art Puppe – “Mother” – der Firma Sen.se. Das System besteht aus einer Zentrale, die an eine Matrjoschka erinnert, und kleinen drahtlosen Sensoren, die Motion Cookies genannt werden. Es interpretiert die Daten, die von den verbundenen Objekten zu Hause gesammelt werden. Diese Motion Cookies können an Gegenstände geheftet werden, um Bewegung und Temperatur zu überwachen. Sie liefern ihre Daten an die Mother-Zentrale, die ihrerseits per Ethernet an einen Router angeschlossen wird. Mit diversen Apps kann der Nutzer das System für unterschiedliche Zwecke nutzen. Es warnt beispielsweise, wenn der Kühlschrank offen ist, die Katze das Haus verlässt oder jemand vergisst, seine Tabletten zu nehmen.

"Mother" der Firma Sen.se – Copyright Sen.se

“Mother” der Firma Sen.se – Copyright Sen.se

"Mother" der Firma Sen.se – Copyright Sen.se

“Mother” der Firma Sen.se – Copyright Sen.se

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das vierte Objekt ist die “Mini-Drone” von Parrot, ein kleines Flugobjekt, das sich über Smartphone oder Tablet steuern lässt. Es kann sogar mit zwei großen Rädern in Größe einer CD ausgestattet werden und damit auf dem Boden fahren oder regelrecht die Wände hochgehen.

"Mini Drone" der Firma Parrot – Copyright Parrot

“Mini Drone” der Firma Parrot – Copyright Parrot

Gary Shapiro, Präsident der Consumer Electronics Association (Veranstalter des CES), betonte in einer Pressekonferenz “die massive Präsenz, Dynamik und Qualität der französischen Innovation”.

 

Von den über 90 bei der CES 2014 vertretenen französischen Unternehmen – ein Rekord – profitieren fast alle von dem zunehmenden Boom der vernetzten Objekte, deren Umsatz das GartnerUnternehmen für 2015 auf rund 5 Mrd. Dollar (3,7 Mrd. Euro) schätzt.

 

“Wir verfügen in diesem Bereich über eine sehr gute Bündelung von Know-how und haben ausgezeichnete Fähigkeiten in den Bereichen Anwendungsentwicklung, Telekommunikation, Elektrogeräte und Design”, so Cédric Hutchings, Geschäftsführer von Withings.

 

 

Quelle: “La high-tech française fait son show à Las Vegas”, Artikel aus Le Monde – 08.01.2014http://abonnes.lemonde.fr/technologies/article/2014/01/08/la-high-tech-francaise-fait-son-show-a-las-vegas_4344528_651865.html

 

Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr