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Der französische Nationale Digitalrat (CNNum) will die Digitalisierung als gesellschaftliche Realität und nicht mehr als technisches Thema betrachten.

Der Nationale Digitalrat (CNNum) wurde am 11. Februar 2021 für zwei weitere Jahre bestätigt. Zu diesem Anlass aktualisierten die Co-Präsidenten ihren Fahrplan, um das Thema der digitalen Technologien künftig aus einer anthropologischen Sicht zu betrachten. Ziel ist es, nicht mehr nur Expertenmeinungen zu technischen Themen einzuholen, sondern herauszufinden, wie die Digitalisierung die Gesellschaft verändert.

Der französische Nationale Digitalrat (CNNum) will die Digitalisierung als gesellschaftliche Realität und nicht mehr als technisches Thema betrachten.

Die beiden Co-Vorsitzenden, Françoise Mercadal-Delasalles und Gilles Babinet, werden ihre verschiedenen Erfahrungen in diese Aufgabe einbringen. Françoise Mercadal-Delasalles ist seit März 2018 Generaldirektorin der Bank Crédit du Nord. Ihre Aufgabe ist es, den Banksektor auf den digitalen Wandel vorzubereiten und ihn dort umzusetzen. Gilles Babinet ist Unternehmer und Autodidakt mit einer Leidenschaft für neue Technologien und allgemeine politische und soziale Themen.

Die Schwerpunktthemen sind noch nicht definiert, dies wird Gegenstand der ersten Treffen sein. Wir müssen uns zunächst auf ein Thema einigen […] und dann die Einzelheiten festlegen“, so Françoise Mercadal-Delasalles. Das CNNum “ändert seine Methode“, erklärt Gilles Babinet. „Es beschäftigt sich mit den digitalen Technologien nicht mehr als technischem, sondern als sozialem Thema“.

Im Gegensatz zu den früheren Digitalräten, die viele Sachverständige zu ihren Mitgliedern zählten, ist das aktuelle Gremium stärker auf die akademische Welt ausgerichtet, um die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Gesellschaften zu untersuchen. Zu den Mitgliedern gehören Philosophen, Soziologen, Psychologen, Juristen, Informatiker etc. Aufgabe ist es, herauszufinden, wie die Digitalisierung schrittweise umgesetzt werden kann, damit sie allen zugutekommt. Der neue CNNum umfasst weniger Mitglieder als zuvor (Reduzierung von 30 auf 21 Mitglieder), darunter vier Abgeordnete.

Quelle: Fachzeitschrift L'Usine Digitale

Redaktion: Léna Corot