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Die französischen industriellen Fablabs schließen sich zusammen

Die digitalen Fertigungsstätten revolutionieren weiterhin die Unternehmen. Interne Fablabs der größten französischen Konzerne werden sich in einem Verband – Fab&Co – zusammenschließen, um ihre Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Projekte aufzubauen.


Die digitalen Fertigungsstätten revolutionieren weiterhin die Unternehmen. Interne Fablabs der größten französischen Konzerne werden sich in einem Verband – Fab&Co – zusammenschließen, um ihre Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Projekte aufzubauen.

 

“Die Idee hatten wir schon vor einem Jahr, als wir Unternehmer anfingen uns zu treffen. Wir wollten einen Verband gründen, in dem wir formeller diskutieren und gemeinsam einen rechtlichen Rahmen schaffen können”, sagt Mickael Desmoulins, “Fabmanager” des Renault Creative Lab und künftiger Präsident des Verbands Fab&Co. Ziel ist es, die Verantwortlichen der digitalen Fertigungswerkstätten der Industrie zusammenzubringen. Diese sind (nach der Charta des MIT) nicht im eigentlichen Sinne offizielle Fablabs, verfolgen jedoch das gleiche Ziel: Anregung von Innovationen durch intensivere Zusammenarbeit.

 

Neben Renault gehören zahlreiche weitere Unternehmen zu den Gründungsmitgliedern: Alcatel-Lucent, Airbus, SYStra, Snecma, Air Liquide, Seb, Poult, Dassault Systèmes und Bouygues.

 

Ziel ist es, sich zu bewährten Vorgehensweisen bei der Standortverwaltung auszutauschen, Ressourcen zu bündeln sowie unternehmens- und bereichsübergreifende Projekte ins Leben zu rufen, die unter normalen Umständen sonst nie das Licht der Welt erblickt hätten. “Dies ermöglicht uns auch einen gewissen Einfluss auf die nationale Politik”, ergänzt Mickaël Desmoulins.

 

Zu den diskutierten Themen gehören die Sicherheit der Räumlichkeiten oder die Möglichkeiten der Motivation der Mitarbeiter zur Nutzung der Fablabs.

 

Auch wenn derzeit alle Fab&Co-Mitglieder französischer Herkunft sind, “haben wir nicht vor, unter uns zu bleiben”, sagt Mickael Desmoulins. “Zu diesem Thema sind wir z.B. im Gespräch mit Sony, Ricoh, Google oder Microsoft. Natürlich wollen wir die französische Industrie neu beleben, aber wir können die internationale Dimension des Netzwerkes nicht ignorieren.”

 

Quelle: “Exclusif : les fablabs industriels français se fédèrent en association”, Artikel aus Industrie & Technologie, 25.03.2015 – http://www.industrie-techno.com/exclusif-les-fablabs-industriels-francais-se-federent-en-association.37411#xtor=EPR-6

 

Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr