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Ein 3D-Simulator berechnet die Luftverschmutzung in den Pariser Straßen

Airparif (Agentur zur Überwachung der Luftqualität in der Region Île-de-France) und ihre Partner haben im Rahmen des Projekts “Aircity” einen Prototyp entwickelt, mit dem sich die Luftverschmutzung in Paris mit einer Auflösung von bis zu drei Metern berechnen lässt.


Airparif (Agentur zur Überwachung der Luftqualität in der Region Île-de-France) und ihre Partner haben im Rahmen des Projekts “Aircity” einen Prototyp entwickelt, mit dem sich die Luftverschmutzung in Paris mit einer Auflösung von bis zu drei Metern berechnen lässt.

 

ARIA

Copyright: ARIA (www.aria.fr/projets/aircity)

 

Mit diesem Instrument lässt sich die Stickstoffdioxid- und Feinstaubbelastung in 120 Pariser Zonen kartografieren. Es vermittelt ein genaues Bild über die Ausbreitung von Schadstoffen in Abhängigkeit vom Wind und den umliegenden Gebäuden: In Städten können Schadstoffe in engen Straßen zwischen Gebäuden regelrecht gefangen werden, da hier die Windgeschwindigkeit stark abgebremst wird. Auf breiten Alleen hingegen, wo die Luftzirkulation sehr hoch ist, fällt die Schadstoffbelastung deutlich geringer aus.

 

Ziel des “Aircity”Projektes ist es, ein Simulationssystem zu entwickeln, mit dem sich an jedem Punkt in der Stadt die Luftverschmutzung darstellen und vorhersagen lässt. Das System beruht auf der PMSS-Software, die bereits von der CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien) im Rahmen der Zivilverteidigung angewendet wird. Die Forscher haben zwei Jahre daran gearbeitet, die Software so umzuschreiben, dass sie zur Messung der Luftverschmutzung genutzt werden kann und mit ihr 3D-Darstellungen möglich sind. In Paris gibt es insgesamt 450 Prozessoren.

 

Dank ihrer schnellen Rechenzeit und ihre hohen Auflösung wären mit diesem Instrument detaillierte lokale Studien denkbar, wie z.B. auf kommunaler Ebene. Mögliche Schadstoffbelastungen könnten bei lokalen Bebauungsplänen und Raumplanungen für Stadtteile, die einer besonderen Verschmutzung ausgesetzt sind, besser veranschaulicht werden.

 

 

Quelle: “Un simulateur 3D pour calculer la pollution dans chaque rue de Paris”, Veröffentlichung des französischen Ministeriums für Umwelt, Nachhaltige Entwicklung und Energie – 07.02.2014http://www.developpement-durable.gouv.fr/Un-simulateur-3D-pour-calculer-la.html

 

Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr