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Neue Sensoren zum Schutz des Schienennetzes vor elektromagnetischen Angriffen

Derzeit gibt es etwa fünf Milliarden vernetzte elektronische Geräte. Bis 2020 soll diese Zahl sogar auf 25 Milliarden anwachsen. Mit der Vereinheitlichung der Netzwerktechnologien und der zunehmenden Nutzung der drahtlosen Kommunikation (auch im Schienenverkehrssektor) steigt auch die Gefahr für Angriffe durch elektromagnetische Impulse (EMP). Hacker und andere technikaffine Personen stellen eine wachsende Gefahr für die Sicherheit dar.


Derzeit gibt es etwa fünf Milliarden vernetzte elektronische Geräte. Bis 2020 soll diese Zahl sogar auf 25 Milliarden anwachsen. Mit der Vereinheitlichung der Netzwerktechnologien und der zunehmenden Nutzung der drahtlosen Kommunikation (auch im Schienenverkehrssektor) steigt auch die Gefahr für Angriffe durch elektromagnetische Impulse (EMP). Hacker und andere technikaffine Personen stellen eine wachsende Gefahr für die Sicherheit dar.

 

In der Vergangenheit kam es zu Angriffen auf IT-Systeme durch den vorsätzlichen Einsatz von Hochleistungsstrahlungen (z.B. Hochleistungs-Mikrowellen-Strahlungen), mit denen elektronische Geräte gestört oder sogar beschädigt wurden. Heutzutage können diese Geräte bereits mit einem schwächeren Signal von unauffälligen Mobilgeräten via Fernbedienung betrieben werden, wodurch die Angriffe noch einfacher werden. Störsender sind leicht zu handhaben und für jeden im Internet erhältlich. Verbindungen können gestört und damit beispielsweise Zugverspätungen, -umleitungen oder -blockierungen ausgelöst werden. Je verwundbarer die Infrastrukturen desto wahrscheinlicher werden die Angriffe. Allerdings ist es schwierig, einen Zusammenhang zwischen einem technischen Defekt und einem EMP-Angriff herzustellen.

 

Die Schienenfahrzeugtechnik ist heutzutage genormt und vernetzt, wodurch sie anfälliger für Angriffe von außen ist. EMP-Angriffe führen nicht nur zu Verspätungen, ungeplanten Aufenthalten oder Umleitungen der Züge, sondern verursachen auch erhebliche finanzielle Verluste. Angesichts dieser neuen Bedrohung wurde das europäische Projekt SECRET (SECurity of Railways against Electromagnetic aTtacks) ins Leben gerufen. Ziel ist es, mit Hilfe von Detektionssensoren Angriffe schnell und zuverlässig aufzuspüren, sobald sie geschehen, sodass der Operator der Schienenausrüstung das Netzwerk in einen Sicherheitsmodus umschalten kann, der gegen den spezifischen Typ des elektromagnetischen Angriffs immun ist. Virginie Deniau, SECRET-Projektleiterin, hofft auf eine schnelle Vermarktung der Technologien, um die Bahnhöfe und andere wichtige Infrastrukturen zu schützen. Darüber hinaus wird die neue SECRET-Technologie zu einer Entwicklung der Kommunikationsstandards bei EMP-Angriffen beitragen.

 

In einem nächsten Schritt soll diese Technologie auch bei anderen Angriffen getestet werden, z.B. bei physischen Übergriffen oder Cyber-Attacken, da eine Störung immer auch eine andere nach sich ziehen kann (Störung der Alarmierung oder der Videoübertragung etc.). Die vom SECRET-Team entwickelten Geräte müssten mit anderen Instrumenten zur Überwachung der Infrastruktur gekoppelt werden (Videoübertragung), um sich einen besseren Überblick über die Vorkommnisse auf dem Schienennetz in Echtzeit verschaffen zu können, so Frau Deniau.

 

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: “L’attaque par impulsions électromagnétiques des réseaux ferroviaires”, Artikel aus Techno-Sciences, 15.07.2015 – http://www.techno-science.net/?onglet=news&news=14158

 

Redakteur: Aurélien Gaufrès, aurelien.gaufres@diplomatie.gouv.fr