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Zwei neue Missionen für die französische Raumfahrtagentur

Der Aufsichtsrat des französischen Raumfahrtforschungszentrum CNES hat zwei neue Missionen genehmigt, TARANIS und CFOSAT, die jeweils 2016 und 2015 starten sollen.


Der Aufsichtsrat des französischen Raumfahrtforschungszentrum CNES hat zwei neue Missionen genehmigt, TARANIS und CFOSAT, die jeweils 2016 und 2015 starten sollen.


Das Projekt TARANIS soll die impulsartige Energieübertragung zwischen der Atmosphäre und dem erdnahen Weltraum untersuchen, die über Stürmen zu beobachten ist [1]. Zu diesem Zweck soll ein 185 kg schwerer Mikrosatellit des Typs Myriade verwendet werden, der in 700 km Höhe auf einer fast heliosynchronen Umlaufbahn 7 verschiedene Messinstrumente mitführen wird, die auf die Erde ausgerichtet werden. Mit Hilfe dieser Instrumente können Bilder dieser Phänomene gemacht, elektrische und magnetische Feldstärken und Elektronenströme gemessen und die Gamma- und Röntgenstrahlung erfasst werden. An der Entwicklung dieser Instrumente sind zahlreiche französische Forschungsinstitute beteiligt sowie Forscherteams aus Japan, den USA, Polen und der Tschechischen Republik.


CFOSAT (China-France Oceanography SATellite) ist ein Kooperationsprojekt zwischen der französischen und der chinesischen (CNSA) Raumfahrtagentur, das der globalen Ozeanbeobachtung  zu wissenschaftlichen und experimentellen Zwecken dienen soll. Es soll eine globale Erfassung des Zustands der Wellen (Verteilung nach Wellenlängen und Wellenrichtung, Oberflächenwind) und eine klimatologische Erfassung des Seegangs ermöglichen. Die gesammelten Daten werden von den Wissenschaftlern des CNRS [2] und des IFREMER [3] sowie von den Wetteragenturen genutzt. Die CNSA wird den Satelliten und das Windmessinstrument SCAT entwickeln und bereitstellen und die CNES das Gerät zur Messung der physikalischen Eigenschaften der Wellen. Die Daten werden von französischen und chinesischen Bodenstationen aufgefangen und der Satellit durch eine chinesische Trägerrakete in seine Umlaufbahn gebracht.


[1] Der Transfer geht mit sehr starken Leuchterscheinungen (“sprites” und “elfes”) sowie intensiver Gamma- und Röntgenstrahlung einher.


[2] CNRS – Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung


[3] IFREMER – Französisches Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere



Quelle:

“TARANIS et CFOSAT, deux nouvelles missions spatiales pour le CNES” – BE France 251 – 04.01.2011


Redakteur:

Sebastian Ritter, sebastian.ritter@diplomatie.gouv.fr