logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

Das Space Climate Observatory (SCO): eine globale Beobachtungsstelle für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf der Grundlage von Erdbeobachtungsdaten

Als internationale Initiative, die Ende 2017 von Frankreich am Vorabend des One Planet Summit ins Leben gerufen wurde, führt das SCO die Raumfahrtagenturen Europas, Chinas, Indiens, Israels, Russlands, Mexikos, Marokkos und der Vereinigten Arabischen Emirate sowie das UNOOSA-Büro (Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen) zusammen. Ziel ist es, Satellitendaten, Felddaten und wissenschaftliche Arbeiten zu bündeln, um den Klimawandel und seine Auswirkungen vom globalen bis zum lokalen Maßstab zu modellieren und zu verfolgen.

Das Space Climate Observatory (SCO): eine globale Beobachtungsstelle für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf der Grundlage von Erdbeobachtungsdaten

Das SCO-Programm wird eine wichtige Rolle bei der Überwachung der Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung spielen. Derzeit werden die Strukturen erarbeitet, damit das SCO so schnell wie möglich einsatzbereit ist. Das CNES, das für die Umsetzung verantwortlich ist, hat den anderen Weltraumbehörden vorgeschlagen, ein internationales Team zu bilden, um den Aufbau des Observatoriums zu bestimmen und die mittel- und langfristigen Aufgaben genau festzulegen. Mit der Unterzeichnung einer SCO-Charta, nach dem Vorbild der Internationalen Charta für Weltraum und Naturkatastrophen, und der Konkretisierung eines starken Engagements seitens der Staaten soll der erste Jahrestag des One Planet Summit im Dezember begangen werden.

Frankreich trägt, allein oder in Zusammenarbeit, über seine Exzellenzbereiche (Spot World Heritage, Pléiades, Jason, IASI, Calipso, Megha-Tropiques), zu denen in Kürze andere Vertreter (SWOT, CFOSAT, MicroCarb, Merlin, IASI-NG und Trishna) hinzukommen werden, wesentlich zu dieser großen Herausforderung bei.

Das SCO Frankreich steuert somit Archivmaterial aus 30 Jahren Weltraumbeobachtung bei, unter aktiver Beteiligung von Erdbeobachtungsdatenzentren: Aeris für die Atmosphäre, ForM@Ter für den Erdkörper, Odatis für die Meere und Theia für kontinentale Oberflächen.

Neben Dürren, Überschwemmungen, Hungersnöten und anderen Katastrophen hat der Klimawandel erhebliche ökologische, menschliche, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen. Durch ihre Beobachtung und ein vorausschauendes Handeln können wir die Folgen mildern oder uns besser an sie anpassen. Die Aufgabe des SCO wird darin bestehen, Indikatoren und Entscheidungsinstrumente koordiniert und übergreifend zu entwickeln, auch mit den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Technisch geht es darum, den Zugang zu Geodaten und -produkten zusätzlich zu den In-situ-Daten durch den Einsatz von Modellen und Verarbeitungsinstrumenten zu erleichtern, die auf die Größe von Regionen angepasst oder anpassbar sind. Das gesamte Projekt basiert auf dem Einsatz digitaler Technologien im großen Maßstab, wie Big Data und Künstliche Intelligenz.

Das SCO vereint alle wichtigen Raumfahrtakteure, Wissenschaftler und internationalen Organisationen. Im Nachgang und zusätzlich zu den großen globalen klimabezogenen Programmen (GCOS Global Climate Observation System, Copernicus Climate Change Service) bietet es einen einheitlichen Zugang zu den meisten Geodaten in diesen Bereichen. Es wird Indikatoren und Entscheidungshilfen liefern, die andere Datenquellen einbeziehen.

 

Quelle: Space Climate Observatory,