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Direkte Visualisierung subkortikaler Kerne durch Nanopartikel aus oxidiertem Eisen

Forschern des Labors “Neurospin” (gemeinsame Einrichtung der CEA Saclay [1] und des Inserm Avenir [2]) ist es gelungen, die subkortikalen Kerne, die insbesondere bei der Motorik eine wichtige Rolle spielen, mit einem speziellen bildgebenden Verfahren besser zu visualisieren. Diese Forschungsarbeiten wurden an einem nicht-menschlichen Primaten durchgeführt.


 

Forschern des Labors “Neurospin” (gemeinsame Einrichtung der CEA Saclay [1] und des Inserm Avenir [2]) ist es gelungen, die subkortikalen Kerne, die insbesondere bei der Motorik eine wichtige Rolle spielen, mit einem speziellen bildgebenden Verfahren besser zu visualisieren. Diese Forschungsarbeiten wurden an einem nicht-menschlichen Primaten durchgeführt.

 

Die subkortikalen Kerne, die sich unter der Großhirnrinde (Telenzephalon) befinden, sind oft das Ziel von elektronischen Tiefenhirnstimulationen oder eines Gentransfers bei der Behandlung von neurologischen (z.B. Parkinson) und psychiatrischen (z.B. Zwangsstörungen) Erkrankungen. Jedoch reicht die herkömmliche Magnetresonanz-Tomographie (MRT) häufig nicht aus, um eine komplette Visualisierung bestimmter Kerne, wie den Nucleus subthalamicus, zu erreichen. Dank der Verknüpfung struktureller MRT-Technik im Hochmagnetfeld mit einer Technologie, die Nanopartikel aus oxidiertem Eisen als Kontrastmittel verwendet, konnten die Forscher eine deutliche Verbesserung der direkten Visualisierung dieser Hirnregionen erreichen. Diese Ergebnisse ebnen den Weg für die klinische Anwendung beim Menschen bei der neurochirurgischen Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen und psychischer Störungen.

 

[1] Behörde für Atomenergie und alternative Energien

[2] Französisches Institut für Gesundheit und medizinische Forschung

 

Quelle: Pressemitteilung der CEA – 16/09/2011 http://le-fil-science.cea.fr/index.php/visualisation-directe-des-noyaux-sous-corticaux-en-irm-a-haut-champs-magnetique

Redakteur: Charles Collet, charles.collet@diplomatie.gouv.frhttp://www.science-allemagne.fr