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Innovative Textilien für medizinische Anwendungen

Am 9. Juni 2015 fand in Lyon das Treffen der Branchenleute der Textilindustrie “Textival” statt. Die Textilindustrie beliefert verschiedene Industriezweige, wie die Luftfahrtindustrie, die Bauindustrie, die Telekommunikation und das Gesundheitswesen. Aufgrund der Überalterung der Bevölkerung und der Entwicklung der Technologien werden die medizinischen Anwendungen immer zahlreicher, wie zum Beispiel in der Region Rhône-Alpes, deren Unternehmen führend in der Textilindustrie sind.


Am 9. Juni 2015 fand in Lyon das Treffen der Branchenleute der Textilindustrie “Textival” statt. Die Textilindustrie beliefert verschiedene Industriezweige, wie die Luftfahrtindustrie, die Bauindustrie, die Telekommunikation und das Gesundheitswesen. Aufgrund der Überalterung der Bevölkerung und der Entwicklung der Technologien werden die medizinischen Anwendungen immer zahlreicher, wie zum Beispiel in der Region Rhône-Alpes, deren Unternehmen führend in der Textilindustrie sind.

 

Seit einigen Jahren nutzen Chirurgen Gewebeimplantate, um erneute Hernien zu vermeiden oder Blasenschwäche zu bekämpfen. Dabei handelt es sich um hochtechnische Textilien: Für Hernien wird ein poröser Stoff benötigt, der stark genug ist, um die Bauchwand zu stützen. Das irische Unternehmen für Medizintechnik MedTronic stellt solche Implantate in der Region Rhône-Alpes her. Seine Fertigungsstätte in Trévoux konnte seine Produktion innerhalb von zehn Jahren versechsfachen. Ein nächstes Ziel könnten abbaubare Implantate sein, mit denen beispielsweise die Entwicklung einer Hernie nach einem Kaiserschnitt vermieden werden könnte.

 

Innovationen in diesem Bereich sind zahlreich: So arbeitet das Unternehmen MDB Texinov (Isère) z.B. gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Lille an einem leuchtenden Stoff zur Phototherapie gegen Hautkrebs. Boldoduc (Rhône) verkauft Kleidung an Altenheime, die leicht anzuziehen ist. Das Unternehmen entwickelt auch Kleidungsstücke mit Sensoren, die ein Smartphone warnen, falls eine Person stürzt. Ebenfalls denkbar sind Stoffe, die den Blutdruck messen. Die Firma Thuasne (Loire) ist für die Entwicklung einer “vernetzten” Schuhsohle für Diabetiker eine Partnerschaft mit dem Start-up FeetMe eingegangen. Diese Schuhsohle soll Diabetikern, die kein Gefühl mehr in den Füßen haben, in Echtzeit Informationen senden, um Wunden und Geschwüre zu vermeiden.

 

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: “Bientôt, un tee-shirt qui prend la tension”, Artikel aus L’Express L’Entreprise, 10.06.2015 – http://lentreprise.lexpress.fr/actualites/1/actualites/bientot-un-tee-shirt-qui-prend-la-tension_1688119.html

 

Redakteurin: Rébecca Grojsman, rebecca.grojsman@diplomatie.gouv.fr