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Start des F&E-Programms “Nano 2017”

Am 22. Juli 2013 kündigte der französische Premierminister in Grenoble den Start des Programms “Nano 2017” an. Es handelt sich dabei um ein F&E-Programm, das im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft in Höhe von 3,5 Mrd. Euro gefördert wird und das Thema Halbleiter behandelt.


 

Am 22. Juli 2013 kündigte der französische Premierminister in Grenoble den Start des Programms “Nano 2017” an. Es handelt sich dabei um ein F&E-Programm, das im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft in Höhe von 3,5 Mrd. Euro gefördert wird und das Thema Halbleiter behandelt.

 

In einer Pressemitteilung erklärte die Regierung: “Durch den Start dieses Programms wird den europäischen Herstellern im Bereich Nanoelektronik, und insbesondere STMicroelectronics, der nächste Technologiesprung ermöglicht. Dieser Schritt ist notwendig, um in diesem strategischen Technologie-Sektor, der ein Garant für wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen ist, im Vergleich zu den Vereinigten Staaten und Asien weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben.”

 

Der französische Staat unterstützt diese Initiative mit 600 Millionen Euro. Auch Europa wird sich mit 400 Millionen Euro an der Finanzierung dieses Programms beteiligen, da es Teil einer europäischen Zielsetzung ist, die in dem auf sieben Jahre angelegten 10 Mrd. Euro teuren Programm “Airbus of Chips” zum Ausdruck kommt. “Airbus of Chips” wurde auf Initiative der Europäischen Kommission initiiert und zielt auf die Verdopplung der Produktion preiswerterer und intelligenterer Chips ab. Neben den Innovationszentren in Dresden und Eindhoven-Leuven (Niederlanden/Belgien) wird der Standort Grenoble zu einer der drei Säulen dieser ehrgeizigen europäischen Mikroelektronik-Strategie. Auch die Gebietskörperschaften werden sich mit 100 Millionen Euro an diesem Programm beteiligen.

 

Das französisch-italienische Unternehmen STMicroelectronics investiert seinerseits 1,3 Milliarden Euro in dieses Projekt und wird es gemeinsam mit dem CEA-Leti und IBM leiten. Mit dieser Finanzierung will STMicroelectronics die Produktionskapazität seines Werks in Grenoble auf 7.000 Wafer pro Woche verdoppeln. Das Unternehmen will drei strategische Schwerpunkte erarbeiten, um seine Führungsposition zu stärken und die weitere Entwicklung abzusichern.

 

“Nano 2017” bietet dem größten europäischen Halbleiterhersteller die Möglichkeit, die Entwicklung von Schlüsseltechnologien voranzutreiben, wie z. B. die FD-SOI (Fully Depleted Silicon-on-Insulator – hohe Rechenleistung und niedriger Stromverbrauch), die nächste Generation der Bildgebungstechnologien (Sensoren und Bildsignalprozessoren) und nicht-flüchtige On-Board-Speicher der nächsten Generation.

 

Dieses öffentlich-private Investitionsprogramm ist der Nachfolger des Programms “Nano 2012”, das im April 2009 von der vorherigen Regierung ins Leben gerufen wurde. Bereits durch “Nano 2012”, dem ein Budget von 2,3 Milliarden Euro (und 1 Milliarde Dollar von STMicro für die Ausstattung) zur Verfügung steht, war es dem Unternehmen möglich, hochentwickelte elektronische Komponenten zu entwickeln.

 

 

Quellen:

– Artikel aus Les Echos – 23.07.2013 – http://business.lesechos.fr/directions-generales/strategie/0202911648951-stmicro-au-coeur-du-programme-nano-2017-8166.php

– Artikel aus France 3 Alpes – 23.07.2013 – http://alpes.france3.fr/2013/07/23/avec-nano-2017-l-etat-mise-sur-les-nanotechnologies-292145.html

 

Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr