logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

Procope Mobilitätsprogramm: Eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Stuttgart und Toulouse im Bereich des 3D-Drucks.

Dank des Programms Procope Mobilité der Französischen Botschaft in Deutschland konnte Frederik Wulle, Forscher am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen in Stuttgart, an die Universität Toulon reisen. Diese deutsch-französische Zusammenarbeit ermöglichte es, einen wissenschaftlichen Artikel zum Thema 3D-Druck zu verfassen.

Procope Mobilitätsprogramm: Eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Stuttgart und Toulouse im Bereich des 3D-Drucks.

Nachdem Frederik Wulle und Sebastién Campocasso bei einem gemeinsamen Konferenzbesuch einen beruflichen Kontakt zwischen dem Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen in Stuttgart und dem COSMER-Labor an der Universität Toulon hergestellt hatten, konnten sie damit beginnen, einen Austausch zwischen ihren beiden Organisationen zu planen. Die beiden Forscher hatten nämlich eine gemeinsame Forschungsfrage im Bereich des 3D-Drucks und beschlossen, sich auf das obengenannte Optimieren der Anlagenbewegung unter Berücksichtigung der Orientierungs-toleranzen zu fokussieren. Der Austausch war vom 5. bis 16. Juli 2021 geplant und wurde durch das Procope-Mobilitätsprogramm finanziert.

Der Austausch war aus technischer Sicht interessant, dass dass beide Forschungsinstitute sich mit Bahnplanungsverfahren beschäftigen, jedoch sich die Ansätze unterschieden. Auch die Organisationsstrukturen waren unterschiedlich: Das Institut der Universität Stuttgart war eher zentralisiert, während die französische Leitung der Universität nicht zentralisiert war.

Während seines Aufenthalts hatte Frederik Wulle auch die Gelegenheit, den Forschern der Universität Toulon sein Institut vorzustellen und so gemeinsame Forschungsthemen zu identifizieren, um später Kontakte zwischen anderen französischen und deutschen Forschern herzustellen.

Als Ergebnis dieses Austauschs gelang es dem jungen Forscher, Testbauteile mit einem orientierungstoleranzbasiertem Überschleifalgorithmus zu drucken. Dadurch waren die beiden Forscher in der Lage, wesentlich komplexere Bauteile zu drucken. Der Algorithmus wurde anschließend an die französischen Forscher weitergegeben. Die wissenschaftlichen Ergebnisse dieses deutsch-französischen Kooperationsaufenthalts wurden in der Zeitschrift Elsevier in einem Artikel mit dem Titel “Orientation smoothing in multi-axis additive manufacturing” veröffentlicht. Die Forscher streben nun gemeinsame Forschungsprojekte sowie einen langfristigen Austausch an.

Weitere Information : https://www.wissenschaft-frankreich.de/wp-content/uploads/2022/01/AO-Mobilitaetsstipendien-Procope-2022.pdf