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geschlechtliche Fortpflanzung

“Fliegende Gene”: das Geheimnis des horizontalen Gentransfers

Im Rahmen einer umfangreichen vergleichenden Genomstudie von Pflanzen haben Forscher der Universität Perpignan und des CNRS [1] kürzlich eine wichtige Entdeckung gemacht, die den evolutionären Erfolg des Transposons [2] in der Natur erklären könnte.

Diese Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung und Entwicklung (IRD) und der University of Athens (Georgia, USA) durchgeführt wurde, stellt eines der Grundprinzipien der Biologie in Frage: das der ausschließlich vertikalen Übertragung („klassische“ geschlechtliche Fortpflanzung) des genetischen Materials von lebenden Organismen. Transposons weichen von diesem Prinzip ab: Es hat sich gezeigt, dass der horizontale Transfer (Übertragung von Genen über Artgrenzen hinweg) dieser transposablen Elemente zwischen reproduktiv getrennten Arten im Laufe der Evolution der Blütenpflanzen häufig stattgefunden hat