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mariane

Hepatitis C

Neue Perspektiven für den Kampf gegen Hepatitis C und andere Viren

Um eine Wirtszelle zu infizieren, dringen einige Viren, wie das Hepatitis-C-Virus, in die Ribosomen der Zelle ein, die sogenannten „Eiweißproduzenten“. Dort vermehren sich die viralen Proteine zu Lasten der zellulären Proteine und produzieren so neue virale Partikel, die andere Zellen infizieren. Zur Behandlung einer viralen Infektion ist es deshalb möglich, entweder auf einzelne Komponenten des Virus oder auf die zellulären Proteine, mit denen das Virus interagiert, abzuzielen. Bei der Verabreichung von Virostatika, die auf die Zellproteine abzielen, können jedoch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, da diese Proteine oft eine wichtige Rolle für die Zelle spielen

Neue Impfstoffstrategie gegen Hepatitis C

David Klatzmann vom Labor für Immunologie, Immunopathologie und Immunotherapie (CNRS/UPMC/Inserm) koordiniert eine europäische Studie, deren Ziel darin besteht, einen wirksamen Impfstoff gegen Hepatitis C zu entwickeln. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, Breitband-Antikörper gegen Hepatitis C im Tier zu produzieren. Die Ergebnisse wurden am 3. August 2011 in der internationalen Fachzeitschrift Science Translational Medicine [1] veröffentlicht und ebnen den Weg für die Entwicklung eines neuen Impfstoffs gegen Hepatitis C und allgemeiner für eine neue Technologie zur Entwicklung von Impfstoffen gegen andere Infektionskrankheiten (HIV, Denguefieber, …).

Hepatitis C: neuer Test zur Einschätzung der Wirksamkeit der aktuellen Behandlung

Forscher des Inserm , des Pasteur-Instituts und der Paris-Descartes Universität haben die Profile von 50 Hepatitis C Patienten untersucht und entdeckt, dass die Konzentration des Proteins IP-10 im Blut Aufschluss über die Wirksamkeit der Standardbehandlung – Interferon plus Ribavirin – gibt. Diese Ergebnisse wurden am 4. Januar 2011 in der internationalen Fachzeitschrift The Journal of Clinical Investigation veröffentlicht. Die Wissenschaftler haben einen prognostischen Test entwickelt, der 2011 vermarktet wurde. Dieser ermöglicht es, die Patienten über ihre Heilungschancen mit dieser Behandlung zu informieren, und, wenn nötig, sie über andere Therapienformen aufzuklären.