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Steuergutschrift für Forschung

Die Steuergutschrift für Forschung im Jahr 2011

Mitte Juli 2013 wurde der neueste Bericht über die Steuergutschrift für Forschung (CIR) veröffentlicht. Er zeigt, dass die CIR seit 2008 nicht nur die wichtigste Quelle der öffentlichen Förderung für F&E Ausgaben ist, sondern auch die F&E-Unterstützung ist, die von den meisten Unternehmen, insbesondere KMU, in Anspruch genommen wird. Die Zahl der Antragsteller stieg weiter an: Mit einer Steigerung um 11 % (7 % im Jahr 2010) lag sie 2011 bei fast 19.700 (17.710 im Vorjahr), doppelt so viel wie 2007. Insgesamt erhielten ungefähr 15.000 Unternehmen eine Steuergutschrift. Die Anzahl der Zahlungsempfänger ist niedriger als die Zahl der Antragsteller, da die Konzerne die CIR für alle steuerlich von ihnen abhängigen Unternehmen bekommen. Des Weiteren betreiben einige kleine Unternehmen nur zeitweise Forschungsaktivitäten und bewerben sich aus diesem Grund nicht in jedem Jahr um die CIR.

Die Steuergutschrift für Forschung im Jahr 2010

Eine kürzlich veröffentlichte Studie analysiert die Auswirkungen der Steuergutschrift für Forschung (CIR) für das Jahr 2010. Sie basiert auf den Zahlen der von Unternehmen eingereichten Steuererklärungen. Die GECIR – Datenbank des Ministeriums für Hochschulen und Forschung – erlaubt zusätzlich eine detaillierte Analyse der Antragsteller und die Art von Ausgaben, die über die Steuergutschrift finanziert wurden.

Umverteilung der Steuergutschriften für Forschung auf die KMU

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bewerten die 2008 durchgeführte Reform der Steuergutschrift für Forschung (CIR), deren Betrag sich auf 5 Milliarden Euro verdreifacht hat, und ihre aufgrund der Krise seit Januar 2009 vorzeitig veranlasste Rückerstattung ausnahmslos als sehr positive Punkte der Arbeit des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy im Bereich Forschung und Innovation. Allerdings schlagen sie im Rahmen des französischen Wahlkampfs für die Präsidentschaftswahlen einige Veränderungen vor, um die Förderung der KMU zu verbessern.

Sie bedauern vor allem, dass “die neue Steuergutschrift in erster Linie den Großunternehmen zugute kommt, was diese nicht daran gehindert hat, ihre Forschungszentren ins Ausland umzusiedeln und Mitarbeiter zu entlassen, während die KMU ihre F&E-Aktivitäten weiterhin in Frankreich realisieren und auch dort Mitarbeiter einstellen”, so André Choulika, Leiter des Unternehmerverbands France Biotech und Generaldirektor des Biotechnologieunternehmens Cellectis.