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Universität Aix-Marseille

Ist eine Gehirnfalte für Autismus verantwortlich?

Forscher des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung), der Universität Aix-Marseille und der staatlichen Krankenhauseinrichtung von Marseille (AP-HM) haben durch MRT-Untersuchungen einen für Autismus typischen speziellen Hirnmarker entdeckt, der ab dem zweiten Lebensjahr auftritt. Bei der entdeckten Anomalie handelt es sich um eine weniger ausgeprägte Falte des Broca-Areals. Diese Region des Gehirns ist für Sprache und Kommunikation verantwortlich – Funktionen, die bei Autisten gestört sind. Diese Entdeckung basiert auf den Ergebnissen der MRT-Untersuchungen und einer Kohorten-Studie an Patienten, bei denen bereits im frühen Alter diese Krankheit identifiziert wurde. Sie ermöglicht eine verbesserte und frühzeitigere Diagnose bei diesen Patienten. Die Ergebnisse wurden am 12. Januar 2016 in der Fachzeitschrift Biological Psychiatry: Cognitive Neuroscienes and Neuroimaging veröffentlicht.

Das Genom von Emiliania endlich entschlüsselt

Ein internationales Konsortium, unter Beteiligung eines französischen Teams des CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung), der UPMC (Universität Pierre&Marie Curie), des INRA (Institut für Agrarforschung), der Universität Aix-Marseille und der Ecole Normale Supérieure 1, hat zum ersten Mal das Genom der Emiliania huxleyi, dem bedeutendsten Vertreter des Phytoplanktons im Meer, entschlüsselt. Die Sequenzierung erfolgte am Department of Energy Joint Genome Institute in den USA. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden am 13. Juni 2013 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.