Kompetenznetze – Pôle de compétivité

Das Ministerium für die Belebung der Produktion (heute Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Digitales), das Ministerium für das Wohnungswesen, die Gleichstellung der Gebiete und den ländlichen Raum sowie das Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung haben am 9. Januar 2013 eine Mitteilung zur dritten Phase der Pôles de compétitivité (Kompetenzzentren) veröffentlicht. Der im November 2012 verabschiedete nationale Pakt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung hatte die Innovation sowie einen umfangreichen Zuwachs an Unternehmen in den Mittelpunkt der Regierungsstrategie für die Wiederbelebung des Landes gerückt. In diesem Zusammenhang wurde eine neue Phase der Förderung der Pôles de compétitivité angekündigt, bei der das Vorhaben, im Rahmen ihrer Projekte entstandene innovative Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, besser berücksichtigt werden soll.

Die Pôles de compétitivité sind Zusammenschlüsse, die regional innovierende Unternehmen aller Größenordnungen und Akteure des Bildungs- und Forschungsbereiches im Rahmen von Kooperationsprojekten vereinen. Sie stützen sich dabei auf die Stärken der Regionen und das dort vorhandene Know-how. Sie gehören zu den wichtigsten Akteuren bei französischen Innovationsmaßnahmen und sind in zahlreichen Industriebereichen aktiv.

 

Profil der Kompetenzzentren

2011 umfasste ein Kompetenzzentrum durchschnittlich 187 Mitglieder, darunter 108 KMU, 16 ETI (mittelständische Unternehmen – nach französischer Definition fallen hierunter Unternehmen mit 250 bis 4.999 Mitarbeitern, die einen Umsatz von mehr als 1,5 Mrd. € und eine Bilanzsumme von mehr als 2 Mrd. € ausweisen), 13 Großunternehmen und 31 Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

  • Ihr durchschnittliches Budget lag bei rund 1,3 M € (mit FTE).
  • Die Teams waren klein (durchschnittlich 8 FTE) und gefestigt (über 3 Jahre beschäftigt).

 

Einbindung der KMU in die Tätigkeiten der Kompetenzzentren

  •  86% KMU

2011 waren von den 7.500 Unternehmen, die Teil eines Kompetenzzentrums waren, 86% KMU, 12% mittelständische Unternehmen (ETI) und 2% große Konzerne.

  •  67% Subventionen

2013 finanzierten sich die KMU zu 67% über Subventionen für Unternehmen aus dem interministeriellen Einheitsfonds (FUI) für F&E-Gemeinschaftsprojekte.

 

Zwischen 2005 und 2013 wurden 1.313 F&E-Gemeinschaftsprojekte mit 2,37 Mrd. € aus staatlichen Mitteln finanziert, davon über 1,45 Mrd. € vom Staat über den interministeriellen Einheitsfonds (FUI). Diese Projekte repräsentieren ein Ausgabenvolumen für F&E von fast 6 Mrd. € und beschäftigen circa 15.000 Forscher.