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Gründung einer französisch-italienischen Forschungseinheit für Mathematik

Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und die Scuola Normale Superiore in Pisa (Italien) haben am 5. März 2012 offiziell ein gemeinsames Labor mit dem Namen “Fibonacci” [1] gegründet. Im Fibonacci-Labor arbeitet die erste internationale fakultätsübergreifende Forschergruppe (UMI) des CNRS in Italien. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen französischen und italienischen Mathematikern durch gemeinsame Symposien, Kooperationsnetze sowie Austausche und Aufenthalte von Forschern mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten zu fördern.


Das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) und die Scuola Normale Superiore in Pisa (Italien) haben am 5. März 2012 offiziell ein gemeinsames Labor mit dem Namen “Fibonacci” [1] gegründet. Im Fibonacci-Labor arbeitet die erste internationale fakultätsübergreifende Forschergruppe (UMI) des CNRS in Italien. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen französischen und italienischen Mathematikern durch gemeinsame Symposien, Kooperationsnetze sowie Austausche und Aufenthalte von Forschern mit einer Dauer von sechs bis zwölf Monaten zu fördern. Die Forschergruppe wird sich mit allen Wissensbereichen der Mathematik und ihre Wechselwirkungen mit anderen Disziplinen, wie der theoretischen Physik und der Informatik, befassen.

Standort des Fibonacci-Labors ist das Forschungszentrum für Mathematik Ennio De Giorgi an der Scuola Normale Superiore in Pisa, einer der renommiertesten Forschungs- und Hochschuleinrichtungen Italiens. Das Fibonacci-Labor wird von Stefano Marmi, Professor für dynamische Systeme an der Scuola Normale Superiore, geleitet.

[1] Leonardo da Pisa, auch Fibonacci genannt, war Rechenmeister in Pisa und gilt als der bedeutendste Mathematiker des Mittelalters. Bekannt sind heute vor allem die nach ihm benannten Fibonacci-Zahlen. Die Fibonacci-Folge ist eine unendliche Folge von Zahlen (den Fibonacci-Zahlen), bei der sich die jeweils folgende Zahl durch Addition ihrer beiden vorherigen Zahlen ergibt: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, … Die Fibonacci-Zahlen stehen in einem engen Zusammenhang mit dem Goldenen Schnitt und tauchen bei der Beschreibung von ganz allgemeinen Wachstumsvorgängen in der Natur immer wieder auf.

Kontakt: David Sauzin, Forscher am CNRS – Tel: +39 050 50 96 94 – E-Mail: david.sauzin@sns.it

Quelle:
– Pressemitteilung des CNRS – 05.03.2012 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/2509.htm

Redakteur: Lucas Ansart, lucas.ansart@diplomatie.gouv.fr