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Forschungsallianzen

Das französische Ministerium für Bildung und Forschung verfügt derzeit über vier thematische Allianzen in den prioritären Bereichen, die in der französischen Forschungs- und Innovationsstrategie festgeschrieben wurden:

Diese im Rahmen der Reform des französischen Forschungssystems gegründeten Allianzen zeugen vom Willen der Regierung, durch bessere Koordinierung und einer verstärkten Partnerschaft zwischen den verschiedenen Akteuren der Forschung (Hochschulen, extra-universitäre Institute, Privatwirtschaft), dieser eine neue Dynamik zu verleihen. Die Aufgabe der einzelnen Allianzen besteht darin, der Regierung und den Finanzierungseinrichtungen eine koordinierte Programmplanung zu den wichtigsten Aktionen im Bereich Wissenschaft und Technologie vorzulegen. Dadurch soll eine größere Sichtbarkeit auf europäischer und internationaler Ebene erreicht werden.

 

Die AVIESAN-Allianz im Überblick

Im April 2009 haben acht Akteure der französischen Forschung – CNRS, INSERM, CEA, INRA, INRIA, IRD, Pasteur Institut und die Konferenz der Universitätspräsidenten (CPU) – die nationale Allianz für Lebens- und Gesundheitswissenschaften AVIESAN gegründet und damit einen wichtigen Schritt zur verbesserten Koordination der französischen Lebens- und Gesundheitswissenschaften vollzogen. Die von der  französischen Regierung geführte Reform des Forschungssystems stärkt die Position der französischen Forschung in diesem Bereich durch eine konzertierte Programmgestaltung.

Weltweit an 5. Stelle im Bereich der wissenschaftlichen Produktion in den Lebens- und Gesundheitswissenschaften verfügt Frankreich auf diesem Gebiet unbestritten über eine Spitzenforschung. Dennoch benötigt das Land eine noch effektivere Koordinierung, sei sie strategischer, wissenschaftlicher oder operationeller Natur. Vor diesem Hintergrund haben die wichtigsten institutionellen Akteure eine erstmalige Übereinstimmung erzielt und zusammen gemeinsame Ziele definiert, was den wissenschaftlichen Inhalt, die Beziehungen zwischen den Einrichtungen, die Laborführung, die Aufwertung der Ergebnisse, die Forschungsinfrastrukturen, die technologischen Plattformen bzw. die europäische und internationale Kooperationspolitik betrifft.

Die Umsetzung dieser Ziele wird innerhalb von zehn einrichtungsübergreifenden thematischen Instituten (ITMO) erfolgen (die vollständige Liste s.u.). Diese Institute, wahre Speerspitzen der französischen Forschung in den Lebens- und Gesundheitswissenschaften, sind weder als Operateure tätig, noch als Fördermittel-Anstalten. Ihre Aufgabe besteht in der Ausarbeitung einer Strategie und der nationalen Programmkoordinierung in Kooperation mit den wissenschaftlichen Vertretern aller beteiligten Einrichtungen.

Innerhalb der nationalen Allianz wird die gemeinsame Erarbeitung des wissenschaftlichen Programms und das gemeinsame Vorgehen von einem Koordinierungsrat abgesichert, der sich aus den Direktoren der beteiligten Einrichtungen, den Direktoren der zehn ITMO und einer ständigen Vertretung der CPU zusammensetzt.

Die zehn einrichtungsübergreifende thematische Institute (ITMO) sind:

Weniger als ein Jahr nach der Gründung der Allianz wurde am 17. Februar 2010 ein Partnerschaftsabkommen zwischen Sanofi-Aventis und AVIESAN unterzeichnet. Ziel dieser Partnerschaft ist es, gemeinsam den Erkenntnisstand im Bereich der Lebenswissenschaften und Gesundheit auszubauen, zur Exzellenz und Stärkung der französischen Forschung beizutragen und ehrgeizige Projekte zu den Schwerpunktthemen des Alterns, der immun-entzündlichen Krankheiten, der Infektionskrankheiten sowie der regenerativen Medizin durchzuführen. Um die Kreativität zu fördern, werden die Bildung gemeinsamer Forschungsteams, die Schaffung gemeinsamer Laboratorien und technologischer Plattformen sowie die Gründung gemeinsamer Forschungszentren in Betracht gezogen.

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Die ANCRE-Allianz im Überblick

ANCRE wurde im Juli 2009 auf Initiative des CEA, des IFP (französisches Erdölinstitut) und des CNRS als Gründungsmitglieder gestartet. Ihnen haben sich bis heute 15 weitere öffentliche Forschungseinrichtungen des Energiesektors angeschlossen (Liste s.u.). Ihre Aufgabe besteht darin, die F&E-Programmplanung im Rahmen der vom Staat festgelegten Politik vorzuschlagen, Partnerschaften und Synergien zwischen den öffentlichen und privaten Partnern (Forschungseinrichtungen, Universitäten, Grandes Ecoles – französische Elitehochschulen, Unternehmen) zu unterstützen und die wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Hindernisse aufzuspüren, die die industriellen Entwicklungen im Energiebereich hemmen.

Die ANCRE-Allianz bündelt die 18 folgenden Forschungseinrichtungen:

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Die Allistene-Allianz im Überblick

Im Dezember 2009 wurde eine neue Allianz zwischen sechs Schlüsselakteuren der französischen Forschung gegründet. Zu ihnen gehören:

Die Allianz hat zum Ziel, ihre Aktivitäten besser zu koordinieren und Partnerschaften auszubauen. Die Aufgaben der ALLISTENE sind:

Die Allianz hat an der Definition der nationalen Forschungsstrategie im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien mitgewirkt und sie ist mitverantwortlich für die verbesserte Koordinierung zwischen den wichtigsten Einrichtungen dieses Sektors: dem CNRS und dem CEA.

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Die AllEnvi-Allianz im Überblick

Am 9. Februar 2010 haben sich 12 französische Forschungseinrichtungen zu einer Allianz für “Wasser, Klima, Ernährung und Gebiete” – AllEnvi – zusammengeschlossen. Ziel der AllEnvi-Allianz ist es, zur wissenschaftlichen und technologischen Weiterentwicklung Frankreichs, aber auch der Europäischen Union auf dem Gebiet der Umweltwissenschaft beizutragen. Die AllEnvi bündelt die 12 folgenden Forschungseinrichtungen:

Die AllEnvi-Allianz soll eine bessere Synergie zwischen den verschiedenen Akteuren für die Forschungsthemen “Wasser, Klima, Ernährung und Gebiete” in Frankreich ermöglichen. Lediglich mit einer starken und koordinierten Forschung könnte die Menschheit die Herausforderungen in den Bereichen Klima, Umwelt und Energie meistern.

Die Schwerpunkte der neu gegründeten Allianz sind:

Zur Erarbeitung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Programmgestaltung werden thematische Querschnittsarbeitsgruppen eingerichtet. Vorgesehen ist auch die Teilnahme von anderen Mitgliedern an der AllEnvi-Allianz, z.B. von in diesen Bereichen tätigen staatlichen Behörden. An der Leitung der AllEnvi-Allianz sind alle zwölf Organisationen beteiligt.

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Die Athena-Allianz im Überblick

Die Allianz wurde am 22. Juni 2010 von vier Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen:

ATHENA hat ein neunköpfiges Direktorium, dessen Präsident und Vizepräsident alle zwei Jahre unter den je zwei Vertretern des CNRS und der CPU ausgewählt werden.

Aufgabe der Allianz ist es, entscheidend zur Entwicklung des Hochschulwesens und der wissenschaftlichen Forschung im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften beizutragen. Sie soll des Weiteren an der Erarbeitung von Konzepten zur Konsolidierung der wissenschaftlichen Qualität mitwirken (Institut universitaire de France, Exzellenzlehrstühle, Institute für Spitzenforschung, Zentrum für Humanwissenschaften, etc.) und Vorschläge zur Entwicklung von Schnittstellen und Kooperationen zwischen Forschungsakteuren im Bereich Forschungsinfrastrukturen und Großgeräte (Bibliotheken, Infrastruktur) unterbreiten.

Weitere Aufgaben sind die Erarbeitung von Strategien zur Verbreitung und Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften (französische Auslandsschulen, Netzwerk von französischen Forschungsinstituten im Ausland etc.), die Mitwirkung an der mittel- und langfristigen Programmplanung für die Forschung und die Beteiligung an der wissenschaftlichen Zukunftsforschung.

Durch ATHENA können die Forschungsstrategien der Hochschuleinrichtungen und der Forschungseinrichtungen (z.B. des CNRS, das eine strukturierende Rolle in der Forschung einnimmt) aufeinander abgestimmt werden.

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Die deutsch-französichen Forschungsinstitute