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Frédérique Vidal benennt Forschungsschwerpunkte

Anlässlich eines Besuchs der Ecole normale supérieure in Paris-Saclay erinnerte Frédérique Vidal an die Grundprinzipien der Forschungspolitik Frankreichs, die auf der Förderung der Grundlagenforschung, der Mobilisierung der Forscher zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen und der Stärkung der Partnerschaft zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen beruhen.

Frédérique Vidal benennt Forschungsschwerpunkte

Diese Grundprinzipien spiegeln das starke politische Engagement wider, das die Ministerin fortführen und künftig noch weiter ausbauen möchte:

1- Stärkere Förderung der Grundlagenforschung durch Erhöhung des Forschungsbudgets: 2019 werden 6,9 Milliarden Euro in die Forschung investiert, was einer Erhöhung um 8% im Vergleich zu 2017 entspricht. Hinzu kommen weitere Mittel aus dem Investitionsprogramm. Dieses Engagement kommt vor allem in zwei bedeutenden Maßnahmen zum Ausdruck:

– Eine finanzielle Unterstützung der Labore in Höhe von 25 Millionen Euro, davon allein 5 Millionen Euro für die Geistes- und Sozialwissenschaften, die bereits 2018 eingeleitet und 2019 fortgesetzt wird, d.h. insgesamt 50 Millionen Euro.

– Die Anhebung der Mittel der französischen Forschungsförderagentur (ANR): Die Zahlungsermächtigungen der ANR wurden um 220 Millionen Euro (+34,4%) angehoben; die Verpflichtungsermächtigungen steigen 2019 um 33 Millionen Euro (+9,3%). Mit diesen Mitteln können die besten Forschungsprojekte in Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert werden. Die Ministerin möchte diese Dynamik in den kommenden Jahren fortführen und weiter ausbauen.

 

2- Förderung standortbezogener Ökosysteme im Umfeld von Hochschulen, die sich im Bereich Forschung und Innovation verdient gemacht haben und über gemischte Forscherteams Forschungseinrichtungen einbinden.

 

3- Förderung der Arbeit nationaler Forschungseinrichtungen, vor allem durch die Koordinierung von Programmen für die gesamte Wissenschaftsgemeinschaft, wie das Programm zur Künstlichen Intelligenz unter der Leitung des INRIA (französisches Forschungsinstitut für Informatik und Automatik) und Make our planet great again unter der Leitung des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung). Dies wird dank der klaren Schwerpunktsetzung zur Bewältigung künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen in noch konkretere Bahnen gelenkt, die in den wichtigsten Forschungsprogrammen zum Ausdruck kommen werden. So wurden beispielsweise schon mehrere Programme gestartet, die alternative Lösungen zu Pflanzenschutzmitteln suchen werden. In den nächsten Monaten werden zahlreiche neue Schwerpunktprogramme gestartet. Dies erfolgt zeitgleich zur Förderung der künftigen wissenschaftlichen Exzellenz: Bis 2020 stellt das CNRS 300 neue Doktoranden ein. Diese Nachwuchsforscher werden die Teams der Forschungslabore verstärken, die gemeinsam vom CNRS und den Hochschulen betrieben werden.

 

4- Einbeziehung der europäischen Komponente in unsere politischen Entscheidungen und Vorgehensweisen im Rahmen der Erarbeitung des Programms „Horizont Europa“. Dieses Programm, das das wichtigste globale Programm für Forschung ist, ist im aktuellen europäischen Kontext von ganz besonderer Bedeutung. Gegenwärtig investieren französische Akteure nicht ausreichend in europäische Programme. Die Ministerin hat Maßnahmen in die Wege geleitet, um diese Situation in den kommenden Monaten zu verbessern.