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Innovation – Design und Industrie gehen Hand in Hand

“Diskussionsforen einrichten und den Versuch unternehmen, die Grundlagen für die Entstehung eines “französischen Apple der Zukunft” zu schaffen. So lautet das Ziel, das sich die Organisatoren der Internationalen Begegnung von Industrie und Design (Industry & Design Summit – ID) gesetzt haben, die am 5. und 6. September in der Stadt Nantes stattfindet.


“Diskussionsforen einrichten und den Versuch unternehmen, die Grundlagen für die Entstehung eines “französischen Apple der Zukunft” zu schaffen. So lautet das Ziel, das sich die Organisatoren der Internationalen Begegnung von Industrie und Design (Industry & Design Summit – ID) gesetzt haben, die am 5. und 6. September in der Stadt Nantes stattfindet.

 

Für die erste Auflage dieses Industry & Design Summit haben die französische Denkfabrik (Think Tank) Premier Cercle und die Agentur Le Public Système zahlreiche bekannte Vertreter aus Industrie und Design eingeladen, d.h. aus zwei Wirtschaftsbranchen, die in Frankreich zu den Wettbewerbs- und Wachstumsfaktoren zählen. Die Industrie generiert etwa 18% des BIP Frankreichs, während die Umsatzzahlen der französischen Design-Branche nur ungenau bekannt sind: Die vorliegenden Umsatzzahlen schwanken zwischen 3,6 und 7,1 Milliarden Euro, die von einem Sektor generiert werden, in dem mehr als 30 000 Designer arbeiten.

 

 

Den Ideenmarkt ankurbeln

 

 

Das Ziel der Organisatoren lautet, die französische Industrie erneut in die Lage zu versetzen, ihrem Einfallsreichtum und Erfindergeist zum Leben zu erwecken. Frankreich war einmal, zur Zeit der industriellen Revolution, die sich insbesondere durch die Geburt des Automobils und der Eisenbahn sowie der Textilindustrie kennzeichnete, eine Speerspitze der Innovation.

 

” Frankreich besitzt ein ungeheures immaterielles Vermögen, das auf Kreativität, gutem Geschmack sowie Anpassungs- und Reaktionsfähigkeit basiert, erklärt Frédéric Bedin, Geschäftsführer der Agentur Le Public Système. “Wir müssen verstärkt auf unsere Trümpfe setzen“. Und davon hat Frankreich genug.

 

Von Seb zum Vélib

 

Wie der führende Hersteller von Elektrogeräten für den Haushalt, Seb, sind sich zahlreiche Industrielle bereits bewusst geworden, dass Industrie und Design unbedingt miteinander zu verknüpfen sind. Seb konnte, indem das Unternehmen die Anforderungen und Nachfrage der Nutzer vorwegnahm, eine originelle Ergonomie in den Dienst seiner Technologie stellen. So rückte das Unternehmen in China mit seinem  Schnellkochtopf und dem Konzept des fettfreien Kochens zur Nummer 1 auf.

 

Auch Yann Barbaux, beim europäischen Hersteller Airbus verantwortlich für den Bereich Innovation, wird an der Veranstaltung teilnehmen und dort erklären, wie Airbus über das Design das Ambiente in den Flugzeugen gestaltet hat, und zwar mit dem erklärten Willen, den Fluggästen mehr Gelassenheit und Ruhe zu bieten, den Stress zu bekämpfen und die Komfortparameter zu verbessern.

 

Ein erfolgreiches Design ergibt sich aus dem Dialog zwischen den Anwendern, den Gewohnheiten und dem Unternehmen”, versichert der Designer Jean-Louis Fréchin. Diesen Dialog haben im Übrigen auch JCDecaux und die Konzeptoren des Vélib’ genutzt, das im berühmten Forschungsinstitut MIT in den Vereinigten Staaten zu einer klassischen Fall-Studie geworden ist. “Dank der Allianz zwischen einem Anbieter von Außenwerbung, einem Urbanisten, einem Ingenieur und einem Fahrradhersteller entstand ein Objekt, das die Städtelandschaft und die Mobilitätsweisen revolutioniert hat, ” meint Frédéric Bedin.

 

Vom Großkonzern zum KMU

 

Alle industriellen Branchen können bei der Schaffung neuer Produkte oder Produktserien auf das Design setzen. “Die französischen Produkte sind (…) zwar oft intelligent und leistungsfähig, doch sind sie ebenfalls meist eher trist und nur wenig begehrenswert, meint Jean-Louis Fréchin. Die französische Lebensart und Luxusindustrie haben eine unbesteitbare Legitimität und wir können mit vielen Vorteilen aufwarten. Wichtig ist, diesen Bestandteil unserer Kultur in die von unseren KMU konzipierten Produkte einfließen zu lassen. Und dies gilt für alle Branchen.”

An den Podiumsdiskussionen der Veranstaltung werden im Übrigen Vertreter sowohl von Großkonzernen, als auch von KMU, wie z.B. TMC Innovation, dem Spezialisten für öffentliche Beleuchtungsmaste oder auch Bel’M, einem Fabrikanten von Türen und Toren, sowie schließlich Designer teilnehmen.

 

Hier einige der im Rahmen der Veranstaltung behandelten Themen: Integration von Design in die Organisation selbst des Unternehmens; der Platz des Designs in der Innovation oder auch die zentralen Probleme bei der Verbindung von Industrie und Design.

Erwartet werden in Nantes, der Stadt, die erfolgreich Industrie und Innovation Groß schreibt, etwa 500 Teilnehmer. “Eigentlich fehlen nur einige bekannte amerikanische oder asiatische Namen. Diese Unternehmen nehmen im Bereich Spitzenpositionen ein, pflegen jedoch eine Kultur des Geheimnisses”, erklärt Patrice Cros, der Direktor von Premier Cercle.

 

Ebenfalls eingeladen sind Design-Studenten oder Studenten aus dem Fach “Intellektuelles Eigentum”, sowie Politiker wie Arnaud Montebourg, Minister für die Belebung der Industrie. Denn wie Jean-Louis Fréchin erläutert: “…auch der Staat spielt eine symbolische und nationale Rolle als Moderator und Botschafter dieser erklärten ehrgeizigen Ziele.”

                                                                                                                                

Redaktion :Barbara Leblanc

Quelle : Französische MINISTERIUM FÜR AUSWÄRTIGE ANGELEGENHEITEN