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Partnerschaft für Entwicklungsforschung

Das Forschungsinstitut für Entwicklung (IRD) [1] und die französische Finanzierungsagentur für Entwicklung (AFD) [2] haben am 16. Mai 2012 ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten für südliche Länder zu vertiefen. Das Abkommen gilt für die kommenden drei Jahren und hat die Bündelung von Kompetenzen, Aktionen, Know-how und Mitteln zugunsten südlicher Länder zum Ziel


Das Forschungsinstitut für Entwicklung (IRD) [1] und die französische Finanzierungsagentur für Entwicklung (AFD) [2] haben am 16. Mai 2012 ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten für südliche Länder zu vertiefen. Das Abkommen gilt für die kommenden drei Jahren und hat die Bündelung von Kompetenzen, Aktionen, Know-how und Mitteln zugunsten südlicher Länder zum Ziel. Die strategischen Prioritäten des IRD und der AFD sind:

 

allgemeine Aktionen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Partnern: Identifizierung der wichtigsten Probleme, bessere Koordinierung, stärkere Präsenz in den Netzwerken, eventueller Aufbau eines Clusters für Entwicklung in Marseille,…

spezielle Aktionen: Organisation von Veranstaltungen (Konferenzen, Seminare, Ausbildungen), Untersuchungen, Think Tanks, gemeinsame Publikationen, Informationsaustausch, …

 

Für Michel Laurent, Präsident des IRD, “formalisiert und strukturiert dieses Abkommen die bereits seit langem zwischen unseren beiden Einrichtungen bestehenden Beziehungen und die gemeinsamen Aktionen. Wir hoffen, damit effizienter und optimierter zugunsten der südlichen Länder agieren zu können”. Dov Zerah, Hauptgeschäftsführer der AFD, fügte hinzu, dass “dieses Abkommen Ausdruck unseres Willens ist, effizienter in den Empfängerländern zu agieren, indem wir mit unseren Partnern im Süden eine interdisziplinäre Forschung durchführen”. Das Neue an diesem Rahmenvertrag ist, dass das IRD eine Partnerschaftscharta in den Anhang des Vertrages aufgenommen hat. Diese zielt auf die Förderung einer fairen, ausgeglichenen und auf gegenseitigem Engagement beruhenden partnerschaftlichen Beziehung ab und hat die Stärkung der öffentlichen Politik zugunsten der Entwicklung der südlichen Länder durch Forschungs-, Ausbildungs- und Innovationsprogramme zum Ziel. Durch die Unterzeichnung der Charta erklären sich die Partner mit den zehn Prinzipien der Charta einverstanden.

 

[1] Das IRD ist eine staatliche Behörde mit wissenschaftlichem und technologischem Charakter (EPST) und steht unter der gemeinsamen Zuständigkeit des Ministeriums für Hochschulen und Forschung und des Außenministeriums. Es ist in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten tätig. Seine Forschungsprojekte befassen sich mit den wesentlichen Problemen der südlichen Länder: tropische und Volkskrankheiten, Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Umwelt, Klimawandel, Wasserressourcen, Ernährungssicherheit, tropische und mediterrane Ökosysteme, natürliche Risiken, Armut, soziale Ungerechtigkeiten, Migration, Entwicklung der Arbeitsmärkte, usw. Das IRD ist im Rahmen des Programms Zukunftsinvestitionen Partner zahlreicher Exzellenzinitiativen und Labore und nimmt an zahlreichen von der EU unterstützten Programmen und an verschiedenen internationalen wissenschaftlichen Programmen teil.

 

[2] Die AFD ist eine staatliche Einrichtung, die sich seit 70 Jahren für die Bekämpfung der Armut und für die Entwicklung der südlichen Länder und die Überseeregionen einsetzt. Sie finanziert Projekte, die die Lebensbedingungen der Bevölkerung verbessern, das ökonomische Wachstum fördern und die Umwelt schützen: Schulbildung, mütterliche Gesundheit, Unterstützung der Landwirte und KMU, Wasserversorgung, Schutz des Tropenwaldes, Kampf gegen den Klimawandel… Die AFD verfügte 2010 über mehr als 6,8 Milliarden Euro zur Projektfinanzierung.

Quelle: Pressemitteilung des IRD – 21/05/2012 – http://www.ird.fr/toute-l-actualite/actualites/communiques-et-dossiers-de-presse/l-ird-et-l-afd-signent-un-accord-cadre-de-partenariat-pour-unir-leurs-competences-au-profit-des-pays-du-sud

 

Redakteurin: Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr