logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

Der Franzose Jules Hoffmann gewann den Nobelpreis für Medizin

Der Nobelpreis für Medizin ging in diesem Jahr an Jules Hoffmann von der Universität Straßburg, an Ralph M. Steinman von der Rockefeller University in New York und an Bruce A. Beutler von der Universität Texas. Die drei Wissenschaftler wurden für ihre Forschungen zum Immunsystem geehrt. Beutler und Hoffmann erhalten die eine Hälfte der Auszeichnung für die Entdeckung der angeborenen Immunität. Steinman wird mit der anderen Hälfte für die Entdeckung der dendritischen Zellen ausgezeichnet, die eine wichtige Rolle für die Anpassung des Immunsystems spielen.


Der Nobelpreis für Medizin ging in diesem Jahr an Jules Hoffmann von der Universität Straßburg, an Ralph M. Steinman von der Rockefeller University in New York und an Bruce A. Beutler von der Universität Texas. Die drei Wissenschaftler wurden für ihre Forschungen zum Immunsystem geehrt. Beutler und Hoffmann erhalten die eine Hälfte der Auszeichnung für die Entdeckung der angeborenen Immunität. Steinman wird mit der anderen Hälfte für die Entdeckung der dendritischen Zellen ausgezeichnet, die eine wichtige Rolle für die Anpassung des Immunsystems spielen.

 

Jules Hoffmann, französischer Nobelpreisträger für Medizin 2011

© Pascal Disdier, CNRS photothèque

 

Jules Hoffmann wurde in Luxemburg geboren und erhielt 1970 die französische Staatsangehörigkeit. Er hat seine wissenschaftliche Arbeit der Endokrinologie und der Immunologie der Insekten gewidmet.

 

Der 1941 geborene Preisträger studierte in Straßburg, wo er sein Doktorat in experimenteller Biologie absolvierte. Als Postdoktorand ging er zu Peter Karlson an die Philipps-Universität Marburg. Er trat 1964 in das CNRS ein. Dort gründete er im Jahre 1978 das Laboratorium “Immunreaktionen und Entwicklung bei den Insekten”, das er bis zum Jahre 2006 leitete und wo er seine Arbeiten auch nach seiner Emeritierung fortsetzt. Im Verlaufe seiner wissenschaftlichen Karriere war er noch am Institut für Molekular- und Zellbiologie tätig, das er von 1993 bis 2005 ebenfalls leitete. Von 2007 bis 2008 war Jules Hoffmann Präsident der Académie des Sciences. Er ist auch Mitglied der Wissenschaftsakademien von Deutschland, den USA und Russland. Er wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, wie z.B. dem Rosenstiel-Preis für Immunität (2010), dem Keyo-Preis für Medizin (2011), dem Gairdner-Preis für medizinische Wissenschaften (2010) und dem Shaw-Preis für Lebenswissenschaften und Medizin (2011). Dieses Jahr wird ihm außerdem die Goldmedaille des CNRS verliehen. Sie ist die höchste französische wissenschaftliche Auszeichnung.

 

Weitere Informationen über Jules Hoffmann unter (nur auf Französisch): http://www.inserm.fr/actualites/rubriques/actualites-recherche/jules-hoffmann-prix-nobel-de-medecine-2011

 

Quellen:

– Pressemitteilung der DFGWT – 28.09.11 – http://www.kooperation-international.de/countries/themes/nc/info/detail/data/56884/

– Pressemitteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung – 05.10.2011 – http://www.kooperation-international.de/countries/themes/nc/info/detail/data/56939/

 

Redakteurin: Claire Cécillon, claire.cecillon@diplomatie.gouv.fr