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Französische Forschung gegen das Zika-Virus

Bereits seit Ende des Jahres 2015 mobilisiert sich REACTing [1] und die Allianz Aviesan im Kampf gegen das Zika-Virus, vor allem das französische Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm), das Institut Pasteur, das Forschungsinstitut für Entwicklung (IRD), die französische Blutspendeeinrichtung und die beteiligten Universitätskliniken. Erste Kontakte zu brasilianischen Forschern der Fiocruz (Oswaldo Cruz Stiftung) wurden bereits im November 2015 aufgenommen. Anlässlich des internationalen Zika-Gipfels am Pasteur-Institut am 25. und 26. April 2016 informierte das Inserm über aktuelle Forschungsprojekte.


Bereits seit Ende des Jahres 2015 mobilisiert sich REACTing [1] und die Allianz Aviesan im Kampf gegen das Zika-Virus, vor allem das französische Institut für Gesundheit und medizinische Forschung (Inserm), das Institut Pasteur, das Forschungsinstitut für Entwicklung (IRD), die französische Blutspendeeinrichtung und die beteiligten Universitätskliniken. Erste Kontakte zu brasilianischen Forschern der Fiocruz (Oswaldo Cruz Stiftung) wurden bereits im November 2015 aufgenommen. Anlässlich des internationalen Zika-Gipfels am Pasteur-Institut am 25. und 26. April 2016 informierte das Inserm über aktuelle Forschungsprojekte. 

 

Mehrere Beobachtungsstudien und klinische Studien zu folgenden Themen wurden schon gestartet:

  • Betreuung von symptomatischen schwangeren Frauen
  • Betreuung von Kindern, die Fehlbildungen des Nervensystems aufweisen oder von infizierten Müttern geboren wurden
  • Aufbau von Biobanken mit biologischen Proben
  • Bewertung der Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung und mathematische Modellierung seiner Dynamik.

 

Französische Forscher sind insbesondere an folgenden Projekten beteiligt:

  • Analyse der Folgen der Infektion während der Schwangerschaft bei 5000 schwangeren Frauen in Guadeloupe, Französisch-Guayana und Martinique
  • Verlängerung der CARBO-Kohorte – Kohorte von Patienten mit einer akuten Arbovirus-Infektion
  • epidemiologische Analyse der Mikrozephalie-Erkrankungen und des Guillain-Barré-Syndroms in Französisch-Polynesien (mit starker Beteiligung des Pasteur-Instituts)
  • Erforschung der Übertragung durch sexuellen Kontakt und der Persistenz des Virus im Sperma.

 

Was die Diagnose angeht, ist das Ziel die schnelle Entwicklung zuverlässiger Methoden auf individueller und gesamtgesellschaftlicher Ebene, vor allem für schwangere Frauen und Neugeborene, die die Vielfalt von Krankheitserregern berücksichtigt.

 

Das Inserm und seine Partner der Aviesan-Allianz haben sich an einer europäischen Projektausschreibung beteiligt, um alle Kräfte der französischen Forschung zu bündeln und gemeinsam mit den europäischen und lateinamerikanischen Partnern schnell innovative Forschungsarbeit insbesondere in folgenden Bereichen zu starten: Zika und das Nervensystem, Modellierung des Virus, Kontrolle der Überträger, sozioökonomische Dimension der Ausbreitung der Epidemie.

 

[1] Die Arbeit des französischen REACTing Netzwerks (REsearch and ACTion targeting emerging infectious diseases) zielt darauf ab, die Forschung besser auf Krisen vorzubereiten und Forschungsprojekte in Zeiten der Gesundheitskrise zu finanzieren und umzusetzen.

 

 

Quelle: “Implication de l’Inserm et de ses partenaires de l’alliance Aviesan dans la recherche contre le virus ZIKA”, Pressemitteilung des Inserm,  25.04.2016 – http://presse.inserm.fr/implication-de-linserm-et-de-ses-partenaires-de-lalliance-aviesan-dans-la-recherche-contre-le-virus-zika/23684/

 

Redakteurin: Rébecca Grojsman, rebecca.grojsman@diplomatie.gouv.fr