logo

Wissenschaftsportal der Französischen Botschaft in Deutschland

mariane

Funktionsfähige Spermien in vitro gezüchtet

Da die Zahl aktiver Spermien bei Männern auf der ganzen Welt weiterhin sinkt, versuchen Forscher weltweit seit über 15 Jahren künstliche Spermien zu züchten, um auch diesen Männern den Kinderwunsch erfüllen zu können. Kallistem ist ein 2012 in Lyon gegründetes Unternehmen, das sich auf die Prävention und Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit spezialisiert hat. Ende 2014 ist es ihm gelungen, in vitro funktionsfähige menschliche Spermien zu züchten, mit denen wiederum eine In-vitro-Fertilisation möglich wäre.


Da die Zahl aktiver Spermien bei Männern auf der ganzen Welt weiterhin sinkt, versuchen Forscher weltweit seit über 15 Jahren künstliche Spermien zu züchten, um auch diesen Männern den Kinderwunsch erfüllen zu können.

 

Kallistem ist ein 2012 in Lyon gegründetes Unternehmen, das sich auf die Prävention und Behandlung männlicher Unfruchtbarkeit spezialisiert hat. Ende 2014 ist es ihm gelungen, in vitro funktionsfähige menschliche Spermien zu züchten, mit denen wiederum eine In-vitro-Fertilisation möglich wäre.

 

Zu diesem Zweck führten die Forscher eine Hodenbiopsie bei den betroffenen Männern durch und entnahmen unreife Keimzellen (Spermatogonien). Sie stützten sich dabei auf zwei innovative, patentierte Technologien.

 

Derzeit arbeiten sie an einer Therapie zur Behandlung von Männern, deren Fruchtbarkeit gefährdet ist. Die präklinischen Studien werden noch bis 2016 andauern. Der Start der klinischen Studien ist für 2017 vorgesehen. Ziel des Unternehmens ist es, 2020 eine geeignete Therapie auf den Markt bringen zu können.

 

Die Ergebnisse bereiten den Weg für innovative Therapien, um die männliche Fruchtbarkeit zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

 

Weitere Informationen:

Kallistem – http://www.kallistem.com

 

Quelle: “Des spermatozoïdes humains complets in vitro : une première pour Kallistem”, BE France 301, 02.06.2015 – http://www.bulletins-electroniques.com/actualites/78596.htm

 

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr