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Nachhaltige Fischerei der Seezunge im Ärmelkanal

Die Seezunge (Solea solea) ist eine Fischart, die küstennah am Meeresgrund, in Tiefen zwischen 10 und 60 m lebt. Sie wird maximal 26 Jahre alt und ernährt sich nachts von Borstenwürmern, dünnschaligen Muscheln und kleinen Krebstieren. In den letzten Jahren wurde die Fangquote deutlich gesenkt, um den Fischbestand nicht zu gefährden. Das Problem ist, dass diese Fischart in einigen französischen Fischfanggebieten des Ärmelkanals bis zu 30 % des Geschäftsvolumens darstellen kann. Deshalb wird jetzt in dieser Region eine neue Studie – SMAC – durchgeführt, um genauer zu beobachten, wie sich die Ressourcen der Seezunge im Ärmelkanal entwickeln und bewegen, um so einen nachhaltigen Fischfang zu fördern.


Die Seezunge (Solea solea) ist eine Fischart, die küstennah am Meeresgrund, in Tiefen zwischen 10 und 60 m lebt. Sie wird maximal 26 Jahre alt und ernährt sich nachts von Borstenwürmern, dünnschaligen Muscheln und kleinen Krebstieren. In den letzten Jahren wurde die Fangquote deutlich gesenkt, um den Fischbestand nicht zu gefährden. Das Problem ist, dass diese Fischart in einigen französischen Fischfanggebieten des Ärmelkanals bis zu 30 % des Geschäftsvolumens darstellen kann. Deshalb wird jetzt in dieser Region eine neue Studie – SMAC – durchgeführt, um genauer zu beobachten, wie sich die Ressourcen der Seezunge im Ärmelkanal entwickeln und bewegen, um so einen nachhaltigen Fischfang zu fördern.

 

Im Juli 2016 wurde das Projekt mit einer ersten Markierung von mehr als 1.000 Seezungen gestartet. Bis 2019 sollen 5.000 Seezungen gekennzeichnet und dann so nah wie möglich an dem Punkt wieder freigelassen werden, an dem sie gefangen wurden. Ziel des Projektes ist es, über mehrere Jahre so viele markierte Seezungen wie möglich zu fangen. Das Markieren und Fangen der Fische erfolgt im Rahmen von wissenschaftlichen Forschungsreisen oder an Bord von Fischereischiffen. Aus diesem Grund wird eine Informationskampagne mit den Akteuren der Berufs- oder Freizeitfischerei sowohl in Frankreich als auch in den angrenzenden Ländern, wie Großbritannien, Belgien und den Niederlanden, durchgeführt. Diese Akteure sollen die Nummer, die Größe, den Fangort und das Fangdatum der jeweiligen Seezunge an das Ifremer (frz. Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere) weiterleiten.

 

Zudem sammeln die Forscher auch Daten zu physiologischen Parametern, wie den Otolithen (kleine Ohrsteine), die zwar genetisch bedingt sind, aber auch durch die Umgebung beeinflusst werden. Auf diese Weise sollen Informationen über ihre Fortpflanzungs- und Aufwuchsgebiete gesammelt werden, um Modellprognosen zur Entwicklung dieser Ressourcen zu verbessern, damit die Wissenschaftler der Berufsfischerei Empfehlungen für einen nachhaltigen Fischfang geben und diesen so fördern können.

 

Dieses Projekt, für das 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, wird beim Ifremer koordiniert und in Partnerschaft mit französischen Akteuren in wissenschaftlichen und beruflichen Bereichen durchgeführt (z.B. France Filière Pêche, Agrocampus Ouest).

 

Markiertee Seezunge der SMAC-Studie (© Ifremer/Coline Lazard)

 

Weitere Informationen: Webseite der SMAC-Studie (auf Französisch) – https://wwz.ifremer.fr/smac/

 

Quelle:

‘‘En Manche Est, 5 000 soles marquées d’ici 2019 ‘‘, Pressemitteilung des Ifremer, 16.11.2016 – http://wwz.ifremer.fr/Actualites-et-Agenda/Toutes-les-actualites/En-Manche-Est-5-000-soles-marquees-d-ici-2019

 

Redakteur: Luc Massat, luc.massat@diplomatie.gouv.fr