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Neues Diagnose-Instrument für Prostatakrebs

Im Rahmen des Programms „Prostafluo“ haben französische Forscher [1] eine neue Bildsonde entwickelt, die eine Kombination der optischen molekularen Bildgebung und der Ultraschallbildgebung ermöglicht, um so die Biopsien bei Prostatakrebs effizienter zu gestalten. Finanziert wurden diese Arbeiten von der französischen Forschungsförderagentur (ANR TecSan).


Im Rahmen des Programms „Prostafluo“ haben französische Forscher [1] eine neue Bildsonde entwickelt, die eine Kombination der optischen molekularen Bildgebung und der Ultraschallbildgebung ermöglicht, um so die Biopsien bei Prostatakrebs effizienter zu gestalten. Finanziert wurden diese Arbeiten von der französischen Forschungsförderagentur (ANR TecSan).

 

Die neue Bildsonde, die eine Kombination der optischen molekularen Bildgebung und der Ultraschallbildgebung ermöglicht.

© CEA-Leti

 

Diese Sonde ist mit einem Laser und optischen Fasern ausgestattet.

Dem Patienten werden Indikatoren injiziert, die sich direkt an die Tumorzellen haften. Der Laser lässt diese Indikatoren fluoreszieren und die optischen Fasern spüren diese Fluoreszenz auf und leiten sie zu einem Mess-Sensor weiter. Durch diese Lokalisierung kann das Biopsie-Instrument direkt zu der betroffenen Stelle geleitet werden. Die Ultraschallbilder geben somit Auskunft über die morphologischen Daten, während das optische System die Lokalisierung des Tumors ermöglicht.

 

Das Ziel der Entwicklung einer neuen Sonde war es, die Anzahl der Biopsien zu reduzieren und somit das Wohlbefinden der Patienten zu steigern. Heute sind bis zu zehn Biopsien nötig, um die gesamte Prostata mit Hilfe einer endorektalen Ultraschall-Sonde zu analysieren. Diese Untersuchung ist für den Patienten unangenehm und weniger präzise. Durch die neue Methode könnte die Diagnose mit nur einer Biopsie erstellt werden.

 

Weitere Informationen:

  • [1] Die Forscher arbeiteten bei dem CEA-Leti [2] (Grenoble, Rhône-Alpes), dem Unternehmen VERMON SA (Tours, Centre), dem LCFIO des Institut für Optik von Palaiseau (Ile-de-France), dem INSA CREATIS (Lyon, Rhôns-Alpes) und dem Uniklinikum in Bordeaux (Aquitaine).
  • [2] Das CEA-Leti ist ein Labor für Elektronik und Informationstechnologien des Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA). Webseite (auf Englisch): http://www.leti.fr/en

Kontakt:

Jérôme BOUTET – CEA-Leti Minatec Campus – Tel.: +33(0) 43 87 83 85 7 – E-Mail : jerome.boutet@cea.fr

Quellen:

Redakteurin:

Claire Cécillon, claire.cecillon@diplomatie.gouv.fr