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“Weltraum und Gesundheit” Vereinbarung zwischen den französischen Einrichtungen CNES und INSERM

Die französische Raumfahrtbehörde CNES (verantwortlich für die Raumfahrtpolitik Frankreichs) und das französische Institut für Gesundheit und medizinische Forschung INSERM (wichtigste biomedizinische Forschungseinrichtung in Europa) stärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Raumfahrt und Gesundheit. Am 12. September 2016 unterzeichneten der Vorsitzende der CNES, Jean-Yves Le Gall, und der Vorsitzende des INSERM, Yves Lévy, zum ersten Mal eine Rahmenvereinbarung “Weltraum und Gesundheit”.


Die französische Raumfahrtbehörde CNES (verantwortlich für die Raumfahrtpolitik Frankreichs) und das französische Institut für Gesundheit und medizinische Forschung INSERM (wichtigste biomedizinische Forschungseinrichtung in Europa) stärken ihre Zusammenarbeit im Bereich Raumfahrt und Gesundheit. Am 12. September 2016 unterzeichneten der Vorsitzende der CNES, Jean-Yves Le Gall, und der Vorsitzende des INSERM, Yves Lévy, zum ersten Mal eine Rahmenvereinbarung “Weltraum und Gesundheit”.

 

Der Weltraum dient der medizinischen Forschung als außergewöhnliches Labor. Der im All festgestellte Muskelmasse- und Knochendichteverlust, die beschleunigte Alterung der Arterien oder die Störung der inneren Uhr der Astronauten, die von der Schwerelosigkeit belastet werden, haben die Kenntnisse über den menschlichen Körper verbessert. In den letzten Jahren wurden Geräte zur umfassenden medizinischen Betreuung der Astronauten entwickelt, welche die Grundlagenforschung im Bereich Physiologie und Medizin bereichern. Zudem können diese Geräte für die medizinische Forschung und die öffentliche Gesundheit angewandt werden.

 

Die Vereinbarung sieht eine Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit vor, in deren Rahmen die Auswirkungen der Weltraumbedingungen auf die Physiologie und ihre gesundheitlichen Folgen (insbesondere sensorische kognitive, biomechanische und immunologische Auswirkungen) untersucht werden sollen.

 

Ziel ist es, Methoden, Instrumente und Dienstleistungen aus Raumfahrttechnologien für die Gesundheit zu entwickeln, z.B. für den Flug von Astronauten entwickelte vernetzte oder medizinische Geräte.

 

So wird beispielsweise während des Aufenthalts von Thomas Pesquet an Bord der Internationalen Raumstation (ab November 2016) eine Reihe von Experimenten durchgeführt. Weitere Möglichkeiten sind Simulationsversuche am Boden sowie Forschungsprojekte im Rahmen von Parabelflügen oder rückführbare Kapseln.

 

 

Quelle: “Espace et Santé: en présence du Président de la République le CNES et l’Inserm signent un accord-cadre à l’Elysée”, Pressemitteilung des Inserm, 12.09.2016 – http://presse.inserm.fr/espace-et-sante-le-cnes-et-linserm-signent-un-accord-cadre-a-lelysee/25039/

 

Redakteurin: Rébecca Grojsman, rebecca.grojsman@diplomatie.gouv.fr