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Renault schließt Partnerschaftsabkommen mit Rouen und Leclerc

Der französisch-japanische Hersteller Renault-Nissan hat im Rahmen der internationalen Automobil-Ausstellung in Paris am 11. Oktober 2010 Verträge mit der Städtegemeinschaft Rouen (CREA) und der Leclerc-Gruppe abgeschlossen. Das Unternehmen will damit den Aufbau von neuen Lade-Infrastrukturen für Elektroautos fördern.


Der französisch-japanische Hersteller Renault-Nissan hat im Rahmen der internationalen Automobil-Ausstellung in Paris am 11. Oktober 2010 Verträge mit der Städtegemeinschaft Rouen (CREA) und der Leclerc-Gruppe [1] abgeschlossen. Das Unternehmen will damit den Aufbau von neuen Lade-Infrastrukturen für Elektroautos fördern. Renault zufolge sollen Elektrofahrzeuge ab 2020 bereits 10% des Weltmarktes ausmachen und etwas mehr als 10% des französischen Marktes.

 

Das erste Abkommen wurde von Patrick Pélata, Chief Operating Officer von Renault, und Laurent Fabius, Vorsitzender der Städtegemeinschaft Rouen, unterzeichnet. Es zielt hauptsächlich auf den Aufbau von Ladeinfrastrukturen auf dem Gebiet der CREA (Großraumgemeinschaft Rouen-Elbeuf-Austreberthe) ab, die aus 500.000 Einwohnern und 71 Kommunen besteht.

 

Das zweite, von Michel-Edouard Leclerc unterzeichnete Abkommen, bezieht sich auf die Ausstattung von 50 Leclerc Supermärkten mit schnellen und langsamen Aufladestationen bis Ende 2011, von 150 Supermärkten bis Ende 2012 und von insgesamt 500 bis 2015 – was fast der Gesamtheit aller Leclerc-Märkte entspricht. Wie viele Stellplätze über eine Lademöglichkeit verfügen werden, “hängt von der Anzahl der Elektroautos auf den Straßen ab”, erläutert Herr Leclerc. In den nächsten 10 Jahren sollen alle 260.000 Stellplätze über diese Stationen verfügen. Beide Partner werden ebenfalls die Möglichkeit in Betracht ziehen, in den Einkaufszentren E-Fahrzeuge zur kurzfristigen Vermietung bereitzustellen.

 

“Wir wollen nicht, dass die Verbraucher zu Beginn denken ‘ich kaufe ein Elektroauto, also kann ich nur 150 km weit fahren'”, erklärte Patrick Pélata auf einer Pressekonferenz. “Meiner Meinung nach wird die Akzeptanz der Bürger für E-Fahrzeuge wachsen, wenn mehr solcher Stationen existieren”. Die Höhe der geplanten Investitionen wurde nicht bekannt gegeben, sie sollen jedoch sehr gering ausfallen.

 

Diesen beiden Abkommen ging ein Drittes voraus, das bereits in der Woche zuvor von Renault und Unibail-Rodamco unterzeichnet wurde. Dieses sieht die Ausstattung von Einkaufszentren des Unternehmens in Frankreich und in Spanien mit Ladestationen vor.

 

 

[1] Leclerc ist eine Supermarkt-Kette in Frankreich. Mehrere französische Supermarkt-Ketten verfügen über eigene Tankstellen.

 

Quelle

“Renault signe deux partenariats pour la recharge de ses véhicules électriques”, Le Monde – 11.10.2010

Redakteur

Sebastian Ritter, sebastian.ritter@diplomatie.gouv.fr