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CEA/Cetim Partnerschaft für die industrieorientierte Forschung

Um gemeinsam den französischen und europäischen Herausforderungen bei der Reindustrialisierung begegnen zu können, haben das technische Zentrum für Maschinenbau (Cetim) und CEA Tech, das Kompetenzzentrum für technologische Forschung der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA), ein strategisches Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.


Um gemeinsam den französischen und europäischen Herausforderungen bei der Reindustrialisierung begegnen zu können, haben das technische Zentrum für Maschinenbau (Cetim) und CEA Tech, das Kompetenzzentrum für technologische Forschung der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA), ein strategisches Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen zielt auf die Stärkung der europäischen Spitzenposition beider Einrichtungen, insbesondere im Bereich des Advanced Manufacturing (fortschrittliche Fertigung [1]) ab. Die Entscheidung einer Annäherung der beiden Einrichtungen ist sowohl auf die ähnlichen bzw. komplementären Kompetenzen und Plattformen sowie die technologische Reife, als auch auf die geographische Nähe zurückzuführen.

 

Durch eine verstärkte Ausrichtung ihrer F&E auf Unternehmen, ermöglicht diese Partnerschaft:

– Eine bessere Verwertung der technologischen Innovationen

– Eine Intensivierung des Technologietransfers in die großen und mittelgroßen [2] Unternehmen und die KMU

– Die Mobilisierung einer kritischen Masse zur Bewältigung der Ressourcenfrage

– Den Austausch von Technologien und Verfahren zwischen den Akteuren des Maschinenbaus und der Fertigung, um die Reaktionsfähigkeit der Unternehmen durch neue Mittel und Technologien zu erhöhen

– Die Erweiterung des Dienstleistungsangebots, das für den Einsatz technologischer Innovationen notwendig ist.

Cetim und die drei Institute von CEA Tech (LETI, LIST und LITEN [3]) gehören seit 2006 zu den Carnot-Instituten. Die gute Vernetzung des Cetim auf dem gesamten französischen Territorium (drei Standorte, vier assoziierte Zentren, 16 regionale Delegationen) und die neuen Ansiedlungen der CEA in den französischen Regionen (Provence-Alpes-Côte d’Azur, Midi-Pyrénées, Aquitaine, Pays de la Loire) bieten den Unternehmen zahlreiche neue Möglichkeiten für einen Technologietransfer, der den lokalen Gegebenheiten angepasst ist.

 

Neben den technologischen Gemeinsamkeiten teilen das Cetim und CEA Tech auch dieselben Grundsätze beim Projekt-Management und bei der Durchführung von Projekten. Seit 2006 haben sie verschiedene Kooperationen innerhalb des Carnot-Netzwerks initiiert, die zu mehr als zehn gemeinsamen nationalen und europäischen Projekten geführt haben, insbesondere in den Bereichen Robotik und zerstörungsfreie Prüfverfahren. 2012 haben das Cetim und das CEA-LIST im Rahmen des Projekts ″Carnot KMU″ des Programms für Zukunftsinvestitionen (CAPME’UP Projekt) eine gemeinsame Initiative für KMU und den Mittelstand gestartet. 2013 leisten sie einen gemeinsamen Beitrag zum Projekt “ROBOT Start PME” der Gewerkschaft für Maschinen- und Fertigungstechnik (Symop) für KMU. Ziel dieses Projektes, das ebenfalls Teil des Programms für Zukunftsinvestitionen ist und im Rahmen der Entwicklung des Robotiksektors in Frankreich unterstützt wird, ist es, die Einführung automatisierter Module in französische KMU zu fördern.

 

Durch diese Kooperationen – frühere und heutige – konnten Technologietransferangebote erarbeitet werden, die auf der Komplementarität beider Einrichtungen basieren. Durch ihre Beteiligung an internationalen Forschungsprojekten, wie z.B. im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft “Factory of the Future”, wurden die beiden Einrichtungen zu einem Bindeglied der französischen Forschungslandschaft im Dienste ihrer Partner. Durch dieses unterzeichnete Abkommen werden das Cetim und CEA Tech zum wichtigsten Akteur der technologischen Forschung im Bereich Fertigung in Europa: Mit mehr als 1.000 Angestellten und zehn verschiedenen Plattformen bietet es eine Reihe von Schlüsselkompetenzen (Simulation, Materialien und Beschichtung, Fertigungsprozesse und ihre Überwachung, Vollautomatisierung, unterstützende Instrumente für die Arbeiter, Ausbildung und Qualifizierung).

 

[1] Das Advanced Manufacturing ist ein Schlüsselelement für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Sie zielt auf die Optimierung industrieller Fertigungsprozesse ab. Das Konzept basiert auf einer Reihe von Technologien, Instrumenten und Verfahren, die die Leistung, die Rationalisierung und die Homogenisierung eines Fertigungssystems verbessern sollen.

 

[2] Nach französischer Definition fallen hierunter Unternehmen mit 250 bis 4.999 Mitarbeitern, die einen Umsatz von mehr als 1,5 Mrd. € und eine Bilanzsumme von mehr als 2 Mrd. € ausweisen.

 

[3] LETI – das Labor für Elektronik und Informationstechnologien in Grenoble

 

LIST – das Forschungszentrum für Informations- und Telekommunikationstechnik in Saclay bei Paris

 

LITEN – das Innovationslabor für neue Energientechnologien in Grenoble und Chambéry

 

Quelle:

Pressemitteilung der CEA – 12.09.2013 – http://www.cea.fr/le-cea/actualites/partenariat-cea-cetim-115970

 

Redakteurin: 

Elodie Parisot, elodie.parisot@diplomatie.gouv.fr