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Deutsch-französische industrielle Kooperation für Energie aus der Wüste

    Am 24. November 2011 haben die “Desertec Industry Initiative” (Dii) und Medgrid in Brüssel eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese Absichtserklärung begründet eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden privatwirtschaftlichen Industrieinitiativen, die für die Förderung einer Partnerschaft zwischen der EU und den Ländern im südlichen Mittelmeerraum im Bereich der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung ist. Die […]


 

 

Am 24. November 2011 haben die “Desertec Industry Initiative” (Dii) und Medgrid in Brüssel eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese Absichtserklärung begründet eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden privatwirtschaftlichen Industrieinitiativen, die für die Förderung einer Partnerschaft zwischen der EU und den Ländern im südlichen Mittelmeerraum im Bereich der erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung ist. Die Zusammenarbeit erstreckt sich unter anderem auf den Informationsaustausch, die Mitteilung der neuesten Fortschritte, die gemeinsame Bewertung potenzieller Synergien sowie gemeinsame Anstrengungen auf der Ebene der EU, des Nahen Ostens und Nordafrikas, die zu einem günstigeren Regelungsrahmen für Märkte für erneuerbare Energien führen sollen.

 

Dii ist die industrielle Folge des DESERTEC-Konzepts. Sie wurde im Oktober 2009 in München als privatwirtschaftliches “Joint-Venture” der Industrie gegründet. Ziel ist es, in den Wüstengebieten Nordafrikas und des Nahen Ostens Strom aus Sonnen- und Windenergie zur Deckung der Nachfrage vor Ort sowie in Europa zu erzeugen. 2050 könnten 15 % des europäischen Strombedarfs durch dieses Projekt gedeckt werden. Der Initiative gehören zum größten Teil deutsche Unternehmen an, wie zum Beispiel ABB, Siemens, die Deutsche Bank und EON, aber auch andere Gesellschafter wie Saint-Gobin Solar, Abengoa Solar und Terna [1].

 

Medgrid fördert neue leistungsstarke Stromverbindungsleitungen im gesamten Mittelmeerraum und untersucht deren Machbarkeit aus technischer, wirtschaftlicher und institutioneller Perspektive. Sie wurde Ende 2010 in Paris gegründet und vereint verschiedene französische Unternehmen, wie Alstom, Areva, EDF und RTE, aber auch andere Gründungsmitglieder wie Siemens, Nemo (Italien), Taqa (Abu-Dhabi) und WDRWM (Syrien) [2]. Diese Infrastruktur soll das südliche, östliche und nördliche Ufer des Mittelmeeres verbinden und primär regenerativ erzeugten Strom transportieren.

 

Diese industrielle Partnerschaft ist von europäischer Bedeutung und wurde in Brüssel vom Kommissar Günther Öttinger selbst begrüßt.

 

Darüber hinaus hat die Französische Agentur für Entwicklung eine strategische und ökonomische Partnerschaft mit Medgrid unterzeichnet.

 

[1] Alle DII Mitglieder: ABB – Abengoa Solar –- Acwa Power – Cevital – Deutsche Bank – Desertec Foundation – EON – Enel – Flagsol – HSH Nordbank –  M+W Group – Red Electrica – RWE – Saint-Gobin Solar Schott Solar – Siemens – Terna – Terna Energy – Unicredits

[2] Alle MEDGRID Mitglieder: Abengoa – Alstom grid – Areva renouvelables – Atos WorldGrid – CDC infrastructures – EDF – Ineo GDF SUEZ – Nemo – Nexans – Nur Energie – ONE – Pan Med trading and investment – Prysmian – Red Electrica – RTE – Siemens – Soitec – Taqa Arabia – Terna – Walid Elias Establishment

 

Weitere Informationen zum Memorandum of Understanding finden Sie unter (auf Englisch): http://www.dii-eumena.com/home/news-single/article/288.html

 

 

Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Union – 24.11.11 – http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1448&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

 

Redakteurin: Edith Chezel, edith.chezel@diplomatie.gouv.fr