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Salon ″Innovative Geistes- und Sozialwissenschaften″ präsentiert Forschungsergebnisse

Französische Wissenschaftler aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften planen einen konkreten Beitrag zur Stimulierung wirtschaftlicher Innovationen. Mit einem ersten Salon “Innovative Geistes- und Sozialwissenschaften” öffnet sich dieser Wissenschaftsbereich der Vermarktung seiner Forschungsergebnisse.


Französische Wissenschaftler aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften planen einen konkreten Beitrag zur Stimulierung wirtschaftlicher Innovationen. Mit einem ersten Salon “Innovative Geistes- und Sozialwissenschaften” öffnet sich dieser Wissenschaftsbereich der Vermarktung seiner Forschungsergebnisse.

 

Frankreich hat in den Jahren 2009 und 2010 zu fünf zentralen Bereichen seiner nationalen Forschungs- und Innovationsstrategie Allianzen aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gegründet. Deren Aufgabe ist es, den Auf- und Ausbau einer modernen Wissensgesellschaft zu unterstützen sowie Beiträge zu den Antworten auf die großen globalen Herausforderungen unserer Zeit zu erarbeiten.

 

Die Allianz für Geistes- und Sozialwissenschaften, ATHENA, sucht mit ihrer Arbeitsgruppe “Geistes- und Sozialwissenschaften, Innovation und Unternehmen” Wege, um:

  • das Zusammenspiel von Forschung und Wirtschaft in diesem Bereich zu verbessern;
  • die Anwendbarkeit von Forschungsergebnissen aus der Disziplin mittels Einsatz von informationstechnischer Simulation zu verbessern;
  • ausgewählte Forschungsansätze der Geistes- und Sozialwissenschaften an die Unternehmenswelt anzupassen;
  • Unternehmen in bestimmten Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften zu gründen (z.B. das Verhalten in Gefährdungssituationen, Studien zur Meinungsverdichtung, Expertisen zu kulturellen Bereichen etc.).

 

Mit ersten konkreten Vorschlägen gehen jetzt die Geistes- und Sozialwissenschaften an die Öffentlichkeit: Am 16. und 17. Mai 2013 veranstalten ATHENA und das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) den ersten Salon “Innovative Geistes- und Sozialwissenschaften” in Paris. Demonstriert und diskutiert werden unter anderem eine von Historikern entwickelte Modeling-Software für Versicherungsgesellschaften, Werkzeuge der Entscheidungsfindung, die Veränderungen in Unternehmen erleichtern soll, sowie 3D-Rekonstruktionen für Museen und Kommunikationswerkzeuge für Behinderte. Mit den Angeboten wollen Athena und das CNRS die Vielfalt und den Reichtum der Forschungsergebnisse aus den Instituten der Geistes- und Sozialwissenschaften demonstrieren. Der Salon wird 50 Verwertungsprojekte vorstellen, darunter:

  • FRETURB – eine innovative, von Wirtschaftswissenschaftlern, Einrichtern und Geographen entwickelte Software zur Modellierung von Gütertransporten in Städten; sie dient zudem als Entscheidungshilfe für Gebietskörperschaften und zur Erstellung einer Vordiagnose bei städtischen Umzugsplänen. Sie ist in mehreren französischen Städten sowie in Genf und Zürich getestet worden.
  • Geschichte und Verringerung der Verletzlichkeit von Küstenstreifen. Dieses Projekt erlaubt eine Modellierung der Kosten zurückliegender Ereignisse dank historischer Rekonstruktionen, die für einen Zeitraum von ca. 500 Jahren der europäischen Geschichte zur Häufigkeit und Schwere extremer Klimaereignisse sowie zu deren sozioökonomischen Folgen durchgeführt wurden.
  • Zahlreiche 3D-Rekonstruktionswerkzeuge, die insbesondere auf das Kulturerbe wie beispielsweise die musikalische Kammer angewendet werden können. So kann mittels audio-visueller Konstruktionen eine virtuelle Realität geschaffen werden, die es erlaubt, historische Welten zu simulieren. Es bietet Zuschauern die Möglichkeit, dynamisch an einem Hofball, einem Prinzenauftritt oder einem Gottesdienst teilzunehmen.
  • Die Plattform alternativer Kommunikation hilft behinderten Benutzern bei der Verständigung, indem sie verbale und nichtverbale Nachrichten mittels Empfängern zusammenfügt.
  • MAGéo ist eine Plattform zur Modellierung und Simulation für das Management in Krisensituationen, zum Beispiel für den städtischen Verkehr, die Ausbreitung von Epidemien oder die Sicherstellung der Energieversorgung.

 

Der Salon “Innovative Geistes- und Sozialwissenschaften” will damit eine breit angelegte Debatte zwischen Wissenschaftlern, potentiellen Anwendern und der Öffentlichkeit zur Verwertung von Ergebnissen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung anstoßen.

 

 

Quelle:

Artikel aus Kooperation International – 08.04.2013 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/mit-einem-ersten-salon-innovative-geistes-und-sozialwissenschaften-oeffnet-sich-dieser-wissen.html

 

Redakteur: 

Dr. rer. nat Bernd Kramer, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.