Bioklimatische Architektur: das Wellenhaus

Das vom Architekten Patrick Nadeau entworfene Wellenhaus, dessen Besonderheit in der Dachbegrünung liegt, wird in Kürze in einem Siedlungsgebiet der Marne das Licht der Welt erblicken. Dieses bioklimatische Gebäude wird in der Gemeinde Sillery in der Nähe von Reims gebaut. Es ist eine Holzkonstruktion mit einer Wohnfläche von 90 Quadratmetern.

Für seinen Schöpfer ist das vollständig begrünte Wellenhaus ein Stück Natur, das in Sitzhöhe über dem Boden „schwebt“. Zur Gewährleistung einer herausragenden Wärmedämmung besteht das Wellenhaus aus einem Rumpf aus Holz und begrüntem Beton, der auf einer Betonplatte aus Zement-Glas-Verbundstoff (CCV) ruht. Ein einziger Holzofen reicht aus, um das gesamte Haus zu beheizen.

 

Das Wellenhaus Patrick Nadeau ©

 

Wie bei einem Gewächshaus besteht die Fassade aus einer doppelten Haut, über die ein Maximum an Sonne, Licht und Wärme absorbiert werden kann. Sie besteht aus Polycarbonat auf einer Glasfassade.

 

Die Pflanzen wurden aufgrund ihrer ästhetischen Eigenschaften, ihrer natürlichen Widerstandskraft sowie ihres minimalen Pflegeaufwandes ausgewählt. Es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Süßgräsern, Laubbäumen, Thymian, Lavendel, verschiedenen Kräutern und mehrjährigen Pflanzen, die entsprechend der Neigung der Rumpfstruktur angepflanzt wurden.

 

Bis 2013 werden neun Häuser dieser Bauart ausgeliefert. Darüber hinaus sollen diese außergewöhnlichen Häuser, die über das Darlehen ‚PLUS‘ finanziert werden – Mietdarlehen für soziale Zwecke –, auch für Mieter mit geringem Einkommen erschwinglich sein.

 

Quelle:

Pressemitteilung von Enerzine.com – 21.05.2012 – http://www.enerzine.com/1037/13947+construction-bioclimatique—9-maison-vague-pres-de-reims+.html

Redakteurin: Myrina Meunier, myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr