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Einweihung des Forschungszentrums für Umwelt und Analyse in Lyon

Diese in Europa einzigartige Versuchsanlage von 350m2 wurde entworfen, um Strömungen in verschiedenen Kontexten zu studieren (Tieflandflüsse, Flüsse an Gebirgsfüßen, Gebirgsbäche etc.). In dieser Halle können die Wissenschaftler hydraulische Prozesse, wie Turbulenzen oder den Sedimenttransport untersuchen, die in situ nur schwer zu messen sind. Für 2014 ist ein Stadtmodell von 4m x 6m geplant, mit dem städtische Überschwemmungen studiert werden sollen.


In Anwesenheit der Ministerin für Hochschulen und Forschung, Geneviève Fioraso, wurde am 6. Dezember 2013 das in Europa einzigartige Forschungszentrum für Umwelt und Analyse in Lyon (CLEA) eingeweiht. Es verfügt über einmalige experimentelle Plattformen und eröffnet ungeahnte wissenschaftliche Perspektiven. Das CLEA-Zentrum vereint zwei spezielle Einrichtungen für Wasserwirtschaft und analytische Wissenschaften auf dem Gebiet der Gesundheit und der Umwelt: das Institut für analytische Wissenschaften (ISA) und das Irstea [1] in Lyon-Villeurbanne.

 

Das Zentrum umfasst technische Bereiche, Forschungslabore etc.:

 

Die Hydraulik-Halle:

 

Diese in Europa einzigartige Versuchsanlage von 350m2 wurde entworfen, um Strömungen in verschiedenen Kontexten zu studieren (Tieflandflüsse, Flüsse an Gebirgsfüßen, Gebirgsbäche etc.). In dieser Halle können die Wissenschaftler hydraulische Prozesse, wie Turbulenzen oder den Sedimenttransport untersuchen, die in situ nur schwer zu messen sind. Für 2014 ist ein Stadtmodell von 4m x 6m geplant, mit dem städtische Überschwemmungen studiert werden sollen.

 

Das Labor für Ökotoxikologie

 

Mit dem CLEA wird das Know-how des Irstea in den Bereichen Ökotoxikologie und Umweltchemie mit den Kompetenzen des ISA in der analytischen Chemie kombiniert. Dies ermöglicht die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Kooperationen und Studien, wie z. B. die Untersuchung der Exposition aquatischer Lebensräume durch pharmazeutische Substanzen aus Kläranlagen und ihre Wirkung auf Organismen – Bachflohkrebse – in diesen Umgebungen. Diese Süßwassergarnelen sind in den französischen und europäischen Flüssen stark verbreitet und eignen sich als Instrument zur Beobachtung des Verschmutzungsgrades von Fließgewässern.

 

Der Kernspinresonanz-Spektrometer (NMR)

 

Der im CLEA installierte NMR-Spektrometer verfügt über die weltweit stärkste Leistung. Die Methode basiert auf den magnetischen Eigenschaften von Atomen und dient der Untersuchung biologischer Prozesse (Struktur von organischen oder anorganischen Substanzen) auf atomarer Ebene. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Umwelt, Onkologie, Doping, Drogenabhängigkeit. Das NMR-Zentrum steht der nationalen und europäischen Wissenschaftsgemeinschaft zur Verfügung.

 

[1] Irstea – das nationale Forschungsinstitut für Umwelt- und Agrarwissenschaften und -technologien. Öffentliche Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt Landmanagement (Wasserressourcen, Landtechnik).

 

 

Weitere Informationen:

Die Hydraulik-Halle: http://www.irstea.fr/en/research/research-units/hhly

 

Quelle: Pressemitteilung des IRSTEA – 17.12.2013 – http://www.irstea.fr/toutes-les-actualites/actualites-de-linstitut/inauguration-cite-lyon-environnement-eau

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr