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Phytopathologien: Weiß- und Graufäule

Weiß- und Graufäule sind zwei durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheiten, die landwirtschaftliche Nutzpflanzen (Sonnenblumen, Zwiebeln, Trauben, Tomaten, Raps …) sowie ihre Kultur nach der Ernte befallen. So ist beispielsweise der Schimmelpilz Sclerotinia sclerotiorum für die Weißfäule und der Botrytis cinerea für die Graufäule verantwortlich. Die Besonderheit dieser beiden Arten besteht darin, dass sie die Pflanzenzellen während der Infektion sehr schnell abtöten. Auf diese Weise wird die Besiedelung des abgestorbenen Gewebes erleichtert – man spricht hier von nekrotrophen Pathogenen.

Jährlich richten die Weiß- und Graufäule weltweit große wirtschaftliche Schäden an und verursachen erhebliche Produktionskosten durch den Einsatz von Fungiziden. Neue gesetzliche Regelungen zwingen die Landwirte des Weiteren dazu, Alternativen zu chemischen Mitteln zu finden. Ein besseres Verständnis der Mechanismen solcher Pflanzeninfektionen ist demzufolge auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Das Nationale Zentrum für Genomik Genoscope [1] (CEA, Frankreich) und das Broad Institute [2] (USA) haben mit Hilfe eines Konsortiums von internationalen Laboratorien (CNRS, CIRAD…) unter der Leitung des INRA [3] die Genome des S. sclerotiorum und des B. cinerea sequenziert und verglichen.


Weiß- und Graufäule sind zwei durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheiten, die landwirtschaftliche Nutzpflanzen (Sonnenblumen, Zwiebeln, Trauben, Tomaten, Raps …) sowie ihre Kultur nach der Ernte befallen. So ist beispielsweise der Schimmelpilz Sclerotinia sclerotiorum für die Weißfäule und der Botrytis cinerea für die Graufäule verantwortlich. Die Besonderheit dieser beiden Arten besteht darin, dass sie die Pflanzenzellen während der Infektion sehr schnell abtöten. Auf diese Weise wird die Besiedelung des abgestorbenen Gewebes erleichtert – man spricht hier von nekrotrophen Pathogenen.

Jährlich richten die Weiß- und Graufäule weltweit große wirtschaftliche Schäden an und verursachen erhebliche Produktionskosten durch den Einsatz von Fungiziden. Neue gesetzliche Regelungen zwingen die Landwirte des Weiteren dazu, Alternativen zu chemischen Mitteln zu finden. Ein besseres Verständnis der Mechanismen solcher Pflanzeninfektionen ist demzufolge auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Das Nationale Zentrum für Genomik Genoscope [1] (CEA, Frankreich) und das Broad Institute [2] (USA) haben mit Hilfe eines Konsortiums von internationalen Laboratorien (CNRS, CIRAD…) unter der Leitung des INRA [3] die Genome des S. sclerotiorum und des B. cinerea sequenziert und verglichen. Diese Forschungsarbeiten tragen zu einem besseren Verständnis der Mechanismen bei, die es diesen Pilzen ermöglichen, so viele Pflanzen zu infizieren. Die meisten Gene, die mit dieser Infektion in Verbindung gebracht werden, sind bei beiden Arten sehr ähnlich, einschließlich der Gene, die den Abbau der pflanzlichen Zellwände verursachen.

Dennoch gibt es auch erhebliche Unterschiede. So pflanzen sich beispielsweise beide Arten unterschiedlich fort. In der Praxis haben diese Besonderheiten in der Fortpflanzung einen großen Einfluss auf die Epidemiologie und auf die Möglichkeit der Entwicklung von Methoden, die zur Kontrolle dieser beiden Pilzsorten geeignet wären. Die Analyse dieser Genome liefert wichtige Informationen darüber, wie sich S. sclerotorium und B. cinerea entwickelt haben. Eine umfassende Studie über die molekularen Mechanismen dieser Pilze soll die künftige Entwicklung neuer Methoden des integrierten Pflanzenschutzes für einen nachhaltigen Umgang mit diesen Krankheiten erleichtern.

Alle Ergebnisse wurden am 18. August 2011 in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift “Plos Genetics” veröffentlicht.

[1] Weitere Informationen über das Genoscope unter: http://www.genoscope.cns.fr/spip/
[2].Weitere Informationen über das Broad Institute unter: http://www.broadinstitute.org
[3] INRA – französisches Institut für Agrarforschung – http://www.inra.fr


Kontakt:
– Marc-Henri Lebrun – INRA-Forscher, INRA Zentrum Versailles – Tel.: 0033 130 81 45 51 – E-Mail: marc-henri.lebrun@versailles.inra.fr

Quelle: – Pressemitteilung des INRA – 25.08.2011 – http://www.inra.fr/presse/genomes_pourritures_blanche_grise_decryptes

Redakteurin: Myrina Meunier, myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr