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Plattwurm aus Neuguinea bedroht europäische Schnecken

Eine der Folgen der Globalisierung und des zunehmenden internationalen Handels ist die Einführung invasiver exotischer Arten. Nach Frankreich wurden vor kurzem asiatische Hornissen und koreanische Eichhörnchen eingeschleppt.


Eine der Folgen der Globalisierung und des zunehmenden internationalen Handels ist die Einführung invasiver exotischer Arten. Nach Frankreich wurden vor kurzem asiatische Hornissen und koreanische Eichhörnchen eingeschleppt.

Platydemus

Platydemus Manokwari
In einem Gewächshaus in Caen gefundenes Exemplar. Auf seiner Bauchseite ist der weiße Schlund zu sehen, mit dem er die Weichteile einer mediterranen Nudelschnecke (Eobania vermiculata) aussaugt.
© Pierre Gros

 

Auf der Liste der weltweit 100 schädlichsten, invasiven, gebietsfremden Arten taucht nur ein einziger Plattwurm auf: der Platydemus Manokwari, auch als Neuguinea-Plattwurm bezeichnet. Ein solches Exemplar wurde kürzlich von einem internationalen Forscherteam, unter der Leitung von Jean-Lou Justine des Instituts für Systematik, Evolution und Biodiversität (nationales Naturkundemuseum/CNRS) in Caen (Nordfrankreich) entdeckt. Über diese in Europa zum ersten Mal gemachte Entdeckung wurde am 4. März 2014 in einer wissenschaftlichen Studie berichtet [2].

 Karte zur globalennen Verteilung

 

Karte zur globalen Verteilung Platydemus Manokwari
© MNHN / SPN – J. Thevenot
 

[1] CNRS: französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung

[2] Studie: Jean-Lou Justine, Leigh Winsor, Delphine Gey, Pierre Gros, Jessica Thévenot. The invasive New Guinea flatworm Platydemus manokwari in France, the first record for Europe: time for action is now. PeerJ, 4. März 2014. doi: http://dx.doi.org/10.7717/peerj.297

 

 

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemitteilung des CNRS (auf Französisch): www2.cnrs.fr/sites/communique/fichier/cp_mnhn_jljustine_04032014.pdf

 

Kontakt:

Webseite des Forschers Jean Lou Justine – http://bit.ly/Plathelminthe

 

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 04.03.2014 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/3461.htm

 

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr