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Schaffung eines Industriezweiges für synthetischen Kautschuk aus Biomasse

Angesichts der Notwendigkeit nachhaltige Alternativen für die Produktion von Elastomeren zu finden, haben sich drei Schlüsselakteure der Forschung und der Industrie – Axens, IFP Energies nouvelles (IFPEN) und Michelin [1] – zusammengeschlossen und ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Pflanzenchemie zur Entwicklung und Vermarktung eines Verfahrens zur Herstellung von biobasierten Butadien (Biobutadien) auf den Weg gebracht. Mit dem sogenannten ″BioButterfly″-Prozess können innovative synthetische Kautschuke aus Biomasse (und damit umweltfreundlicher) hergestellt werden.


Angesichts der Notwendigkeit nachhaltige Alternativen für die Produktion von Elastomeren zu finden, haben sich drei Schlüsselakteure der Forschung und der Industrie – Axens, IFP Energies nouvelles (IFPEN) und Michelin [1] – zusammengeschlossen und ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet der Pflanzenchemie zur Entwicklung und Vermarktung eines Verfahrens zur Herstellung von biobasierten Butadien (Biobutadien) auf den Weg gebracht. Mit dem sogenannten BioButterfly″-Prozess können innovative synthetische Kautschuke aus Biomasse (und damit umweltfreundlicher) hergestellt werden.

 

BioButterfly deckt alle Phasen der Forschung und Entwicklung des Verfahrens ab: von wissenschaftlichen Konzepten, über die Pilotphase bis hin zur Validierung in einer industriellen Demonstrationsanlage. Der Prozess stützt sich auf die Komplementarität der Fähigkeiten und des Know-hows der drei Partner:

·   IFPEN ist in der Forschung führend bei Innovationen im Bereich industrielle Prozesse und Katalysatoren

· Axens verfügt über große Erfahrungen bei der Industrialisierung und Kommerzialisierung von neuen Technologien zur Verarbeitung erneuerbarer Materialien

·  Michelin besitzt ein umfassendes Know-how bei der Entwicklung von innovativen Materialien, mit denen sich das gesamte Leistungsspektrum in einem Reifen wiederfindet

 

Das Projekt ist um fünf Schwerpunkte gegliedert:

 

·     Die Herstellung eines wirtschaftlich konkurrenzfähigen Biobutadiens

·  Verringerung der Umweltauswirkungen, und insbesondere der CO2-Emissionen, in der gesamten Produktionskette im Vergleich zur äquivalenten Produktion mit fossilen Materialien

·     Die Herstellung von synthetischen Hochleistungskautschuken und Anwendbarkeit der Methode auf alle Verwendungsmöglichkeiten von Biobutadien

·     Reduzierung der Investitionskosten

·     Die Vorbereitung des künftigen Industriezweigs der biobasierten Kautschukproduktion in Frankreich

 

Über einen Zeitraum von 8 Jahren steht dem BioButterfly″-Projekt ein Budget von 52 Mio. € zur Verfügung. Das Projekt wurde im Rahmen des Programms für Zukunftsinvestitionen von der ADEME (französische Agentur für Umweltschutz und Energie) ausgewählt und erhält 14,7 Mio. €.

 

[1] – Axens ist ein internationaler Anbieter von hochentwickelten Technologien, Katalysatoren, Adsorbtionsmitteln und Dienstleistungen, der international für seine Exzellenz auf den Gebieten Design und Basic-Engineering (Entwurfsplanung) bekannt ist. www.axens.net

– IFP Energies nouvelles (IFPEN) ist eine öffentliche Einrichtung für Forschung, industrielle Innovation und Bildung in den Bereichen Energie, Verkehr und Umwelt. www.ifpen.fr

– Michelin, in der Reifenindustrie marktführend, beschäftigt sich mit der nachhaltigen Mobilität von Personen und Gütern. www.michelin.com

 

[2] Butadien ist ein chemisches Zwischenprodukt bei der Herstellung von synthetischem Kautschuk. 60% der weltweiten Butadienproduktion fließen in die Reifenindustrie.

 

 

Quelle: Pressemitteilung des Umweltministeriums – 07.11.2013http://www.ifpenergiesnouvelles.fr/actualites/communiques-de-presse/creation-d-une-filiere-de-production-de-caoutchoucs-synthetiques-a-partir-de-biomasse-axens-ifpen-et-michelin-unissent-leurs-forces

 

Redakteur:Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr