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Selbstdiagnose durch Photovoltaikmodule

Dank der Arbeit des Labors zur Entwicklung von neuen Energietechnologien „LITEN“ und der Forschungseinrichtung CEA TECH der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) werden in Zukunft Photovoltaik-Module mit erweiterten Selbstdiagnosefunktionen ausgestattet. Dies ermöglicht einen Fehler in Rekordzeit und ohne Unterbrechung der Produktion zu erkennen, zu identifizieren und so schnell wie möglich zu beheben.


Dank der Arbeit des Labors zur Entwicklung von neuen Energietechnologien „LITEN“ und der Forschungseinrichtung CEA TECH der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) werden in Zukunft Photovoltaik-Module mit erweiterten Selbstdiagnosefunktionen ausgestattet. Dies ermöglicht einen Fehler in Rekordzeit und ohne Unterbrechung der Produktion zu erkennen, zu identifizieren und so schnell wie möglich zu beheben.

 

Im Hinblick auf die geplante Einführung europäischer Normen, die in Kürze ein individuelles Abschalt-System in jedem Photovoltaik-Modul vorsehen, haben die Forscher des LITEN Labors diese Gelegenheit zur Entwicklung neuer Diagnosefunktionen genutzt. Sie entwarfen eine elektronische Karte, die es ermöglicht, jedes Modul vom Rest der Produktionskette zu isolieren und seine Strom-Spannungs-Kennlinie (auch I-U-Charakteristik oder U-I-Diagramm genannt) in weniger als einer Millisekunde zu verfolgen. Letztere wird dann durch eine speziell hierfür konzipierte Software analysiert, die elektrische Signaturen, die charakteristisch für den Verlauf verschiedener Arten von Fehlern sind, detektiert und zuordnet.

 

Somit ermöglicht dieses System nicht nur die Erfassung einer Anomalie, sondern auch die genaue Analyse des Fehlertyps und seiner Position in der Fertigungskette. Bei Problemen kann das fehlerhafte Modul ohne Beeinträchtigung des restlichen Systems abgeschaltet werden, ohne dabei die Energieversorgung zu unterbrechen. Außerdem wird vermieden, dass ein Techniker jedes einzelne Modul mit einem tragbaren UI-Tracer testen muss.

 

Schließlich kann das elektronische System in die Modulkonstruktion integriert werden oder in einem externen Gehäuse von nur wenigen Quadratzentimetern zum vorhandenen Modul hinzugefügt werden. Patentiert und bereits an mehreren Anlagen erfolgreich getestet, ist dieses neue Selbstdiagnosesystem sehr vielversprechend.

 

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: “Les modules photovoltaïques bientôt capables d’autodiagnostic”, Pressemitteilung der CEA, 28.01.2016 – http://le-fil-science.cea.fr/actualites-scientifiques/pages/energies/les-modules-photovoltaiques-bientot-capables-d-autodiagnostic-energies.aspx

 

Redakteurin: Daniela Niethammer, daniela.niethammer@diplomatie.gouv.fr