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Frankreich weltweit auf den führenden Plätzen bei FabLabs

Matt Fuller ist Fachberater beim Beratungsunternehmen “Conseil & Recherche” und Forscher im Bereich Innovationsmanagement an der Universität Paris-Dauphine. Seiner Meinung nach bieten FabLabs [1] in Frankreich Unternehmen einen besonders fruchtbaren Boden. Heutzutage gibt es gemessen an der Bevölkerung mehr FabLabs in Frankreich als anderswo auf der Welt (141 in den Vereinigten Staaten, 131 in Frankreich, 126 in Italien [2]).


Matt Fuller ist Fachberater beim Beratungsunternehmen “Conseil & Recherche” und Forscher im Bereich Innovationsmanagement an der Universität Paris-Dauphine. Seiner Meinung nach bieten FabLabs [1] in Frankreich Unternehmen einen besonders fruchtbaren Boden. Heutzutage gibt es gemessen an der Bevölkerung mehr FabLabs in Frankreich als anderswo auf der Welt (141 in den Vereinigten Staaten, 131 in Frankreich, 126 in Italien [2]).

 

Vor zwei-drei Jahren gab es einen deutlichen Anstieg an FabLabs. Dieses Wachstum verlangsamt sich derzeit aufgrund der Reifungsphase, in der sich die nachhaltigsten FabLabs aktuell befinden. Die FabLabs von Airbus oder Renault sind dafür gute Beispiele, denn sie konnten dank dieser Strukturen Innovationen im Wert von mehreren Millionen Euro generieren. Am stärksten sind FabLabs in den Bereichen Mobilität, wie der Auto- oder Luftfahrtindustrie, dem Energiesektor und der Telekommunikation vertreten. Dagegen ist das Konzept von FabLabs nur schwer auf Dienstleistungsunternehmen wie Banken übertragbar. Bei einem FabLab für ein Unternehmen ist es erforderlich, dass die Mitarbeiter über eine gewisse Ausbildung für diese Innovationen verfügen und die Fähigkeiten besitzen, diese auch zu nutzen.

 

Heutzutage sind FabLabs verstärkt in Konzernen angesiedelt. Durch das Netzwerk Fab&Co [3] bündeln sie ihre Kompetenzen, um Partnerschaften zu erleichtern und ihre Präsenz in den Unternehmen stärker zu legitimieren.

 

[1] Ein FabLab ist eine offene, demokratische High-Tech-Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen industrielle Produktionsverfahren für Einzelstücke zur Verfügung zu stellen. Typische Geräte sind 3D-Drucker, Laser-Cutter, Pressen zum Tiefziehen oder Fräsen, um eine große Anzahl an unterschiedlichen Materialien und Werkstücken bearbeiten zu können (http://de.wikipedia.org/wiki/FabLab)

 

[2] Liste der weltweit bestehenden FabLabs: https://www.fablabs.io/labs

 

[3] Artikel “Die französischen industriellen FabLabs schließen sich zusammen”, Wissenschaft-Frankreich, 09.04.15 – https://www.wissenschaft-frankreich.de/de/informations-und-kommunikationstechnologien-mikroelektronik/digitales/die-franzoesischen-industriellen-fablabs-schliessen-sich-zusammen/

 

 

Quelle: “La France, championne mondiale des fablabs”, Artikel aus Industrie&Technologies, 22.11.2016 – http://www.industrie-techno.com/la-france-championne-mondiale-des-fablabs.46722#xtor=EPR-25

 

Redakteur: Aurélien Gaufrès, aurelien.gaufres@diplomatie.gouv.fr