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Shanghai-Ranking 2012: Französische Universitäten nehmen weiterhin stabile Positionen im Ranking ein

Forschungsministerin Geneviève Fioraso nimmt das Ergebnis des Shanghai-Ranking 2012 mit kritischer Gelassenheit zur Kenntnis. Sie erinnert daran, dass Frankreich an einer europäischen Initiative zur Einführung eines Rankings auf der Grundlage des deutschen Modells teilnimmt.

Das „Classement de Shanghai 2012“ sei – so die Ministerin – hinsichtlich des erneuten guten Abschneidens der Vereinigten Staaten ohne große Überraschung; sie hätten 17 Universitäten unter den ersten 20 und 53 unter den ersten 100 Universitäten des diesjährigen Rankings. Außerdem habe sich im Vergleich zu den Vorjahren generell nur wenig verändert.



Forschungsministerin Geneviève Fioraso nimmt das Ergebnis des Shanghai-Ranking 2012 mit kritischer Gelassenheit zur Kenntnis. Sie erinnert daran, dass Frankreich an einer europäischen Initiative zur Einführung eines Rankings auf der Grundlage des deutschen Modells teilnimmt.

Das „Classement de Shanghai 2012“ sei – so die Ministerin – hinsichtlich des erneuten guten Abschneidens der Vereinigten Staaten ohne große Überraschung; sie hätten 17 Universitäten unter den ersten 20 und 53 unter den ersten 100 Universitäten des diesjährigen Rankings. Außerdem habe sich im Vergleich zu den Vorjahren generell nur wenig verändert.

Der Rang der französischen Einrichtungen bleibe mit der Bestätigung der Universitäten Paris-Sud, Pierre et Marie Curie sowie der Ecole Normale Supérieure de Paris unter den ersten 100 der Rangliste sehr stabil. Acht französische Hochschulen befinden sich unter den top 200. Die Nichtanrechnung des Nobelpreisträgers Jules Hoffmann habe wahrscheinlich die Positionierung der Universität Straßburg innerhalb des Rankings beeinträchtigt.

Es sei überraschend festzustellen, dass Deutschland, Frankreich und Italien nur mit sehr wenigen Hochschuleinrichtungen unter den ersten 100 bzw. 200 Einrichtungen des Rankings vertreten seien. Nur Großbritannien, dessen Hochschulmodell mit dem der USA vergleichbar sei, schneide besser ab.

Geneviève Fioraso bemerkt, dass das Ranking sich weitgehend auf die akademische Forschung bezieht und in weiten Teilen die Human- und Sozialwissenschaften sowie die Qualität der akademischen Lehre, die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen und den Transfer der Forschungsergebnisse nicht berücksichtige. Daher könne das Ranking nicht als Basis für die Gestaltung der Hochschul- und Bildungspolitik verwertet werden. Sicherlich sei die Attraktivität der französischen Universitäten und der französischen Forschungseinrichtungen im internationalen Vergleich ein wichtiges Ziel, jedoch könne die Attraktivität nicht allein auf der Grundlage dieses Rankings beurteilt werden.

Deshalb nehme Frankreich an einer europäischen Initiative zur Einführung eines „classement européen multicritères“ nach dem deutschem Modell teil. Es baue auf dem Gedanken auf, über die verschiedenen Aufgaben und Aktivitäten der Universitäten zu informieren: Lehre und Ausbildung, regionale Ausstrahlung, Rolle im internationalen Bereich, Forschung, Innovation, Wissenstransfer. Das europäische Ranking werde – ohne die Logik eines Palamares zu verfolgen – eine Gesamtheit von Sachverhalten bieten.

Die Forschungsministerin bemerkt abschließend: „Wir müssen auf europäischer Ebene handeln. Das Ministerium für Hochschulen und Forschung wird alle notwendigen Anstrengungen machen, um nach dem Vorbild dessen, was im Bereich der Raumfahrt erreicht wurde, das Europa der Ausbildung, der Forschung und der Technologie zu stärken.”

 

Quelle: Ministère de l’Enseignement Supérieur et de la Recherche

Redaktion: 16.08.2012 von Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V.