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Frankreich auf Platz drei bei der Energiewende

Am 11. Dezember 2013 wurden die Ergebnisse des internationalen Rankings “Global Energy Architecture Performance” 2014 des Weltwirtschaftsforums zur Energiewende veröffentlicht.


 

Am 11. Dezember 2013 wurden die Ergebnisse des internationalen Rankings “Global Energy Architecture Performance” 2014 des Weltwirtschaftsforums zur Energiewende veröffentlicht.

 

Im internationalen Vergleich liegt Frankreich hinter Norwegen und Neuseeland auf dem dritten Platz und auf europäischer Ebene auf dem ersten.

 

Das Ranking bewertet die Fortschritte von 124 Ländern bei der Umsetzung der Energiewende nach drei Hauptkriterien: wirtschaftliche Entwicklung, Umweltschutz und Zugang zur Energie. Hinsichtlich der nachhaltigen Energieversorgung liegt Frankreich an erster Stelle.

 

Bei der nachhaltigen Entwicklung belegt Frankreich nach Schweden auf internationaler Ebene sogar Platz zwei.

 

CO2-neutrale Energien machen 51 % am Primärenergiemix in Frankreich aus, davon entfallen 42 % auf die Kernenergie. Bei der Stromerzeugung sind es sogar 90 %: Einer Bilanz des Betreibers des französischen Übertragungsnetzes für Elektrizität Réseau de Transport d’Electricité zufolge stammte die Energie 2012 zu 75 % aus der Kernenergie, zu 11,8 % aus der Wasserkraft, zu 2,8 % aus der Windkraft und zu 0,7 % aus der Solarenergie.

 

Auch hinsichtlich der Energiekosten schneidet Frankreich im europäischen Maßstab sehr gut ab: viertniedrigste Erhöhung. Im Vergleich zur Kaufkraft, ist dies die für den Verbraucher sechstgünstigste Entwicklung.

 

Aus der Studie geht hervor, dass die Energiepolitik Frankreichs sich auf das Gleichgewicht zwischen nachhaltiger und bezahlbarer Energie konzentriert. Dem Bericht zufolge nimmt Frankreich bei der Entsorgung des Atommülls und der Komponenten von Kernreaktoren eine Vorreiterrolle ein.

 

Das Weltwirtschaftsforum begrüßt das Ziel von Staatspräsident Hollande, den Anteil der Kernenergie bis 2025 auf 50 % zu senken, ebenso wie die Unabhängigkeit der Atomaufsichtsbehörde. Die Studie berücksichtigte darüber hinaus die Empfehlungen aus der Debatte zur Energiewende.

 

Redaktion : Wissenschaftsabteilung – Französische Botschaft