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Frankreich richtet mit CoSpace ein Instrument zur Abstimmung der Interessen von Politik und Wirtschaft im Bereich der Raumfahrt ein

Am 4. September 2013 wurde in Frankreich der ″Vermittlungsausschuss Staat-Industrie für Raumfahrt″ (CoSpace) gegründet. Er soll technologische Roadmaps erarbeiten, die eine Konvergenz der Anstrengungen aller nationalen Akteure der Raumfahrtpolitik ermöglichen. Unter Leitung der für Raumfahrt zuständigen Ministerin für Hochschulen und Forschung, Geneviève Fioraso, umfasst der Ausschuss die wichtigsten zuständigen Ministerien, die Forschungseinrichtungen CNES (nationales Zentrum für Weltraumforschung), ONERA (französisches Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt) und GIFAS (Verband der französischen Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie), die projektführenden Industrieunternehmen, die Ausrüster, die Betreiber und Nutzer der Raumfahrt.


 

Am 4. September 2013 wurde in Frankreich der ″Vermittlungsausschuss Staat-Industrie für Raumfahrt″ (CoSpace) gegründet. Er soll technologische Roadmaps erarbeiten, die eine Konvergenz der Anstrengungen aller nationalen Akteure der Raumfahrtpolitik ermöglichen. Unter Leitung der für Raumfahrt zuständigen Ministerin für Hochschulen und Forschung, Geneviève Fioraso, umfasst der Ausschuss die wichtigsten zuständigen Ministerien, die Forschungseinrichtungen CNES (nationales Zentrum für Weltraumforschung), ONERA (französisches Studien- und Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrt) und GIFAS (Verband der französischen Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie), die projektführenden Industrieunternehmen, die Ausrüster, die Betreiber und Nutzer der Raumfahrt.

 

In einem Pressekommuniqué vom 4.9.2013 legt das federführende Ministerium nochmals den weit über die Raumfahrt hinausreichenden Nutzen dieser Technologie (für Erdbeobachtung, Meteorologie, Telekommunikation, Navigation etc.) sowie ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt, für die angewandte und die Grundlagenforschung in Zeiten wachsenden globalen Wettbewerbs dar.

 

Die Gründung von CoSpace geht auf den Beschluss im Europäischen Raumfahrtagentur-Ministerrat vom November 2012 zurück, Ariane 6 sowie eine neue Plattform (NeoSat) für Satelliten und Telekommunikation zu entwickeln. Um seinen Beitrag zur Raumfahrt auszubauen, habe Frankreich beschlossen, diesen Ausschuss nach dem Vorbild des Rates für die französische zivile Luftfahrtforschung (CORAC) zu gründen.

 

Die Mitglieder sind:

– das Ministerium für Hochschulen und Forschung

– die anderen zuständigen Ministerien (Ministerium für auswärtige Angelegenheiten, Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, Ministerium für die Belebung der Produktion, Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie, Ministerium für Verteidigung)

– das CNES und die Industrievereinigung GIFAS

– die Unternehmen der Raumfahrtindustrie

– die Betreiber und Nutzer der Raumfahrt

– das ONERA

– das Komitee für wissenschaftliche Programme des CNES

 

 

Die Aufgabe des neuen Ausschusses sei, die führende Position Frankreichs im Bereich Raumfahrt zu festigen und die “Mannschaft Frankreich” in Schlachtordnung aufzustellen, indem alle Akteure der Branche und der Forschungseinrichtungen unter einer gemeinsamen Roadmap mobilisiert werden.

 

Der “Vermittlungsausschuss Staat-Industrie für Raumfahrt” arbeitet auf zwei Ebenen, indem er gleichzeitig:

  • die Ausrichtung der gemeinsamen Aktionen auf der Ebene eines Ministerrates sicherstellt, der mindestens einmal pro Jahr unter der Leitung des für Raumfahrt zuständigen Ministeriums tagt. Daran nehmen die Ausschussmitglieder auf Präsidentenebene teil, die anderen Minister werden teilnehmen oder vertreten sein
  • eine regelmäßige kollegiale Arbeit auf der Ebene einer Steuerungsgruppe sicherstellt, die von den Präsidenten der Raumfahrtkommission von GIFAS und des CNES geleitet wird.

 

Quelle: Artikel aus Kooperation-International – 05.09.2013 – http://www.kooperation-international.de/detail/info/frankreich-richtet-mit-cospace-ein-instrument-zur-abstimmung-der-interessen-von-politik-und-wirtsch.html

Redakteur: Dr. rer. nat. Bernd Kramer, DFGWT