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Das Paradoxon von der Bildung der Polkappe aufgelöst

Der Beginn der letzten Eiszeit war in der nördlichen Hemisphäre von einer großen Schneeansammlung in hohen Breiten und dem Aufbau einer riesigen Polkappe gekennzeichnet. Für Klimatologen war dies von jeher ein Paradoxon: Schneefälle gehen immer mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und relativ milden Temperaturen einher; Kälteperioden, wie die Eiszeit, zeichnen sich jedoch normalerweise durch trockenes Wetter und geringe Niederschlagsmengen aus.


Der Beginn der letzten Eiszeit war in der nördlichen Hemisphäre von einer großen Schneeansammlung in hohen Breiten und dem Aufbau einer riesigen Polkappe gekennzeichnet. Für Klimatologen war dies von jeher ein Paradoxon: Schneefälle gehen immer mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und relativ milden Temperaturen einher; Kälteperioden, wie die Eiszeit, zeichnen sich jedoch normalerweise durch trockenes Wetter und geringe Niederschlagsmengen aus.

 

Ein französisches Forscherteam des CNRS (nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) hat dafür jetzt eine Erklärung gefunden. Unter der Leitung von Maria-Fernanda Sánchez-Goñi, Forscherin am Labor “Ozeanische und kontinentale Umwelt & Paläoumwelt” (CNRS / Universität Bordeaux 1 & IV), führte es zu diesem Paradoxon eine Studie durch:

 

Durch die Analyse von 80.000 bis 70.000 Jahre alten Bohrkernen konnten die Forscher aufzeigen, dass die Wassertemperatur des Golf von Biskaya zu dieser Zeit relativ hoch war, während die des europäischen Kontinents langsam abnahm. Die Luftfeuchtigkeit, die auf diesen Temperaturunterschied zurückzuführen ist, wurde dann durch den Wind nach Norden transportiert und verursachte so den Schneefall. Dieser Schnee bildete in der Folge die Eiskappe. Diese Studie wurde auf der Website von Nature Geoscience veröffentlicht.

 

Weitere Informationen zur Studie:

″Air-sea temperature decoupling in Western Europe during the last interglacial/glacial transition″

María-Fernanda Sánchez-Goñi, Edouard Bard, Amaelle Landais, Linda Rossignol, Francesco d’Errico. Nature Geoscience, 1. September 2013. DOI : 10.1038/ngeo1924

 

 

Kontakt:

María-Fernanda Sánchez-Goñi – Tel.: +33 5 40 00 83 84 – E-Mail: mf.sanchezgoni@epoc.u-bordeaux1.fr

 

Quelle:

Pressemitteilung des CNRS – 01.09.2013 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/3197.htm

Redakteur:

Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr