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Geowissenschaften

EU fördert Entwicklung neuer Methoden zur Erdbeobachtung: Forschungsnetzwerk öffnet Fenster ins Erdinnere

EU fördert Entwicklung neuer Methoden zur Erdbeobachtung: Forschungsnetzwerk öffnet Fenster ins Erdinnere

Jede seismische Welle, die die Erdkruste durchläuft, verändert diese immer auch leicht. Hochmoderne Sensortechnik erlaubt nun erstmals, Risiken wie Erdrutsche oder die Stabilität von Brücken und Gebäuden neu zu bewerten. Prof. Dr. Céline Hadziioannou von der Universität Hamburg koordiniert europaweit die Entwicklung neuer Methoden zur Erdbeobachtung. Die Europäische Union fördert das Netzwerk über vier Jahre mit rund vier Millionen Euro.

Das Space Climate Observatory (SCO): eine globale Beobachtungsstelle für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf der Grundlage von Erdbeobachtungsdaten

Das Space Climate Observatory (SCO): eine globale Beobachtungsstelle für den Klimawandel und seine Auswirkungen auf der Grundlage von Erdbeobachtungsdaten

Als internationale Initiative, die Ende 2017 von Frankreich am Vorabend des One Planet Summit ins Leben gerufen wurde, führt das SCO die Raumfahrtagenturen Europas, Chinas, Indiens, Israels, Russlands, Mexikos, Marokkos und der Vereinigten Arabischen Emirate sowie das UNOOSA-Büro (Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen) zusammen. Ziel ist es, Satellitendaten, Felddaten und wissenschaftliche Arbeiten zu bündeln, um den Klimawandel und seine Auswirkungen vom globalen bis zum lokalen Maßstab zu modellieren und zu verfolgen.

Eine Gruppe französischer Studenten machte sich am 10. Februar 2019 auf den Weg in die Antarktis, um die Öffentlichkeit für die Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren.

Eine Gruppe französischer Studenten machte sich am 10. Februar 2019 auf den Weg in die Antarktis, um die Öffentlichkeit für die Folgen des Klimawandels zu sensibilisieren.

Das Team besteht aus 5 Studenten der Ingenieurhochschule „Mines d’Albi“. Sie sind von Ushuaia aus an Bord des Segelschiffes Podorange gestartet und werden bis zur ukrainischen Forschungsstation Akademik Vernadsky in die Antarktis segeln.

Die Studenten werden unter anderem Daten zu Plankton, Meeresströmungen und Mikroplastik in der Antarktis sammeln. Ferner werden sie die körperlichen und insbesondere die kardiovaskulären Reaktionen unter extremen Wetterbedingungen analysieren.

Umwelt – Projekt für ein Meeresschutzgebiet in der Ostantarktiks (30. Oktober 2017)

Frankreich, Australien und die Europäischen Union schlagen die Einrichtung eines Meeresschutzgebiets in einem über 900 000 km² großen Seegebiet in der Ostantarktis vor.

PanAfGeo, Programm für die Ausbildung von Geologen in Afrika

PanAfGeo, Programm für die Ausbildung von Geologen in Afrika

Ziel des kürzlich gestarteten Programms für die Zusammenarbeit zwischen europäischen und afrikanischen Bundesanstalten für Geowissenschaften und Rohstoffe ist die Ausbildung von 1 200 Geologen aus 52 afrikanischen Staaten. Dieses Projekt wird für die drei nächsten Jahre von der Organisation für Geologie und Bergbauforschung (BRGM) koordiniert.

Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee

Nach einer Ausschreibung des französischen Forschungsinstituts zur Nutzung der Meere (Ifremer) wird ECA Group ein autonomes Unterwasserfahrzeug A6K entwickeln. Ziel für dieses Unterseeboot ist das Erreichen einer Tauchtiefe von 6000 Metern. Im Rahmen der Allianz CORAL (Allianz für die Entwicklung im Bereich Offshore-Unterwasserrobotik) wird das Projekt von verschiedenen industriellen Akteuren umgesetzt.

ENVIREE: Nutzung von Abfall im Bergbau, um Verfügbarkeit und Unabhängigkeit von seltenen Erden sicherzustellen

2015 wurde das Projekt ENVIREE (ENVIronmentally friendly and efficient methods for extraction of Rare Earth Elements from secondary sources) im Rahmen eines europäischen Programms gestartet, dessen Ziel in der Förderung der Forschung und Entwicklung von nichtenergetischen Rohstoffen besteht. Die seltenen Erden sind 17 Metallelemente, die in geringen Mengen in der Umwelt vorkommen. Seltene Erden sind für die Wirtschaft von strategischer Bedeutung, da sie über gewünschte Eigenschaften für neue Technologien und Spitzentechnologien verfügen (z.B. erneuerbare Energien). Aus verschiedenen Gründen (kein Alternativmaterial, kein Recyclingprozess, wenige Hersteller) ist die Verfügbarkeit einiger seltener Elemente mitunter nicht gewährleistet. Infolgedessen unterstützt das Projekt ENVIREE neue ökonomische Verfahrenstechniken, um Mineral- und Metallabfälle zu verarbeiten und zu recyceln.

Das GRETA-Projekt: oberflächennahe Geothermie im Alpenraum

Das Ziel des GRETA-Projekts (Near-surface Geothermal Resources in the Territory of the Alpine Space) ist die Entwicklung der oberflächennahen Geothermie im Alpenraum. Zu seinen Aufgaben gehören:

Aktualisierung der Kenntnisse über die Verteilung des Potentials der oberflächennahen Geothermie im Alpenraum
Austausch von Fachwissen und Ermittlung bewährter Methoden zwischen den Grenzländern im Alpenraum
Nutzung der gemeinsamen Kenntnisse, um die Aufnahme der oberflächennahen Geothermie in die territorialen Pläne der öffentlichen und wissenschaftlichen Akteure zu fördern.

Novatherm: die geothermische Straße

Die Ingenieure von Eurovia, einem Tochterunternehmen des Großunternehmens Vinci, haben in ihrem Forschungszentrum in Mérignac (in der Nähe von Bordeaux) eine neuartige Straße entwickelt. Das Ziel ihres Projektes Novatherm© ist es, die Erdwärme des Bodens zu nutzen, um die Straße im Winter schneefrei zu machen. Der Prozess ist im Sommer umkehrbar: Die Wärme wird der Straße entzogen, um einerseits die Straße selbst zu kühlen und andererseits die angrenzenden Gebäude mit der entnommenen Wärme zu versorgen.

Geothermieanlage für den Flughafen Paris-Le Bourget

Nach der erfolgreichen Durchführung von geologischen Erhebungen und Tests hat die Flughafengesellschaft Aéroports de Paris eine oberflächennahe Geothermie-Anlage in Betrieb genommen, die fast 70 % seiner internen Bedürfnisse auf dem Flughafen Paris-Le Bourget abdeckt.