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Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee

Nach einer Ausschreibung des französischen Forschungsinstituts zur Nutzung der Meere (Ifremer) wird ECA Group ein autonomes Unterwasserfahrzeug A6K entwickeln. Ziel für dieses Unterseeboot ist das Erreichen einer Tauchtiefe von 6000 Metern. Im Rahmen der Allianz CORAL (Allianz für die Entwicklung im Bereich Offshore-Unterwasserrobotik) wird das Projekt von verschiedenen industriellen Akteuren umgesetzt.


Nach einer Ausschreibung des französischen Forschungsinstituts zur Nutzung der Meere (Ifremer) wird ECA Group ein autonomes Unterwasserfahrzeug A6K entwickeln. Ziel für dieses Unterseeboot ist das Erreichen einer Tauchtiefe von 6000 Metern. Im Rahmen der Allianz CORAL (Allianz für die Entwicklung im Bereich Offshore-Unterwasserrobotik) wird das Projekt von verschiedenen industriellen Akteuren umgesetzt.

 

Ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge erreichen bereits heute durch Stromversorgungs- und Kommunikationskabel eine Tauchtiefe von 6000 Metern. Zu industriellen Zwecken wird das A6K autonom hochaufgelöste räumliche und georeferenzierte Daten des Tiefseemeeresbodens liefern. Der A6K-Roboter kann für die Bergbauforschung in der Tiefsee, die Rohstoffgewinnung, die Überwachung von Ölleitungen oder Rettungseinsätze eingesetzt werden und schwebend im Wasser verbleiben. Die größte Herausforderung bei diesem Projekt ist jedoch der enorme Wasserdruck von 600 bar. Deshalb wird der elektronische Teil durch ein Titan-Gehäuse geschützt. In dieser Meerestiefe ist Titan das Material mit den besten Eigenschaften. Es verfügt im Vergleich zu anderen Materialen über ein gutes Verhältnis Gewicht/Widerstand. Zudem kommen Lithium-Ion-Akkus zum Einsatz, da sie einem solchen Druck am besten standhalten.

Unterwasserfahrzeugs bA6K

 

Abbildung des autonomen Unterwasserfahrzeugs A6K (© Ifremer / ECA Group / Coral Project)

 

Die Allianz CORAL wird vom Ifremer, der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur und der europäischen Union (Programm FEDER) finanziell unterstützt. Als Projektträger führt das Ifremer aufgrund seiner Engineering- und Forschungskompetenzen sowie seiner technischen Unterstützung der Marine das Projekt durch. Nach einer dreijährigen Entwicklungsphase ist das erste Experiment unter Wasser für 2019 geplant.

 

 

 

 

Quellen: ‘‘Ifremer has chosen ECA Group to develop an innovative ultra-deep Autonomous Underwater Vehicle (AUV) for survey and inspection‘‘, Pressemitteilung des Ifremer (auf Englisch), 25.01.2017 – http://wwz.ifremer.fr/institut_eng/Actualites-et-Agenda/Toutes-les-actualites/Ifremer-has-chosen-ECA-Group-to-develop-an-innovative-ultra-deep-Autonomous-Underwater-Vehicle-AUV-for-survey-and-inspection

‘‘A6K, le robot autonome de l’Ifremer qui plonge à 6000 mètres‘‘, Pressemitteilung aus Industrie&Technologies, 27.01.2017 – https://www.industrie-techno.com/a6k-le-robot-autonome-de-l-ifremer-qui-plonge-a-6000-metres.47934

 

Redakteur: Luc Massat, luc.massat@diplomatie.gouv.fr