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Gemeinsame Erklärung des CNRS und der Max-Planck-Gesellschaft zum EU-Investitionsprogramm

Gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) am 16. März 2015 eine Erklärung zur Investitionsoffensive der Europäischen Kommission unterzeichnet. Beide Partnerinstitutionen engagieren sich stark für die Förderung der europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen.


Gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat das französische Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) am 16. März 2015 eine Erklärung zur Investitionsoffensive der Europäischen Kommission unterzeichnet. Beide Partnerinstitutionen engagieren sich stark für die Förderung der europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen.

 

Der von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker initiierte Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) soll in den kommenden drei Jahren (2015-2017) öffentliche und private Investitionen in die Wirtschaft in Höhe von mindestens 315 Milliarden Euro mobilisieren. Das CNRS und die MPG gehen davon aus, dass dieser Plan eine stärkere Dynamik anregt, um das Ziel von 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung zu erreichen.

 

Die Erklärung der beiden Einrichtungen enthält auch Empfehlungen und Vorschläge zur Förderung der Forschung in Europa:

 

  • Ein erheblicher Teil der Investitionen soll prioritär Forschungseinrichtungen europaweit zugutekommen. In Frankreich und Deutschland besteht zum Beispiel ein großer Modernisierungsbedarf von Gebäuden, Laboren und großen Forschungsinfrastrukturen. Das CNRS und die MPG sprechen sich dafür aus, dass die Projekte nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt werden.

 

  • Da der EFSI vorwiegend aus privaten Geldern finanziert werden soll, können Universitäten und Forschungszentren nicht von den Investitionen des EFSI profitieren, da sie keine Darlehen auf dem Kapitalmarkt aufnehmen dürfen. Deshalb ersuchen das CNRS und die MPG die Kommission darum, besondere Maßnahmen zu ergreifen, um den öffentlich finanzierten Forschungsorganisationen einen Zugang zum EFSI zu ermöglichen.

 

  • Beide Partnerinstitutionen zeigen sich besorgt über die im EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 vorgesehen Budgetkürzungen zugunsten des EFSI. Sie unterstrichen, dass vor allem die Mittelkürzungen für den Europäischen Forschungsrat (ERC) besonders einschneidend sind. Die vom ERC geförderten Wissenschaftler leisten eine exzellente Grundlagenforschung, die durch diese Kürzungen gefährdet wäre. Auch Nachwuchswissenschaftler seien von den möglichen Einschnitten bedroht, da der ERC jedes Jahr Stipendien an junge Spitzenforscher vergibt.

 

Zum Schluss plädieren das CNRS und die MPG für eine weitere Konsolidierung des ERC. Beide verwiesen auf die bedeutende Rolle dieser Institution für die Förderung der Exzellenz und der wissenschaftlichen Spitzenleistung im Kontext der Globalisierung. Aus diesem Grund setzen sie sich mit diesem Text öffentlich für die Finanzierung der Forschung ein.

 

Weitere Informationen: Gemeinsame Erklärung (vollständige Fassung, auf Englisch): http://www.mpg.de/9050897/Joint-Statement-by-CNRS-and-MPG.PDF

 

Quelle: “La société Max Planck et le CNRS défendent le budget européen de la recherche”, Pressemitteilung des CNRS, 16.03.2015 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/3965.htm

 

Redakteur: Kenny Abbey, kenny.abbey@diplomatie.gouv.fr