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Zukunft des EU-Forschungsrahmenprogramms: Empfehlungen der französischen Hochschulrektorenkonferenz

Die französische Hochschulrektorenkonferenz (CPU) hat am 20. Januar 2011 ihre Empfehlungen für das 8. EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) und den Europäischen Forschungsraum (EFR) unterbreitet.


Die französische Hochschulrektorenkonferenz (CPU) hat am 20. Januar 2011 ihre Empfehlungen für das 8. EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) und den Europäischen Forschungsraum (EFR) unterbreitet.

 

Sie spricht sich für die Fortsetzung und die Vertiefung der Zusammenarbeit als Teil des Rahmenprogramms aus. Die CPU vertritt die Meinung, dass dieses Programm besonders wichtig für die Qualität der europäischen Netzwerke und für die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit anderen europäischen Teams ist. Sie plädiert weiterhin für ein besseres Gleichgewicht zwischen den “Top-Down”- und “Bottom-Up”-Ansätzen im FRP, insbesondere durch die Einführung von „Appels blancs“ (neue und kreative Projekte, die bisher noch nicht von anderen Förderern unterstützt wurden). Sie möchte den Anteil solcher Programme bis auf 50% erhöhen.

 

Bezüglich der Initiativen zur gemeinsamen Programmplanung spricht sich die CPU dafür aus, dass diese nicht aus EU-Mitteln finanziert werden, sondern ausschließlich aus nationalen Fonds. Die CPU befürchtet, dass eine solche Finanzierung zu Lasten des spezifischen Programms “Zusammenarbeit”gehen und den Aufbau des EFR bremsen würde. Die CPU unterstützt ebenfalls eine stärkere Integration der Universitäten in die Arbeitsgruppen zur gemeinsamen Programmplanung.

 

Die CPU wünscht ein transparenteres Management der Forschungsinfrastrukturen sowie einen offeneren Zugang. Sie spricht sich ebenfalls für einen intensiveren Dialog mit den europäischen Institutionen im Hinblick auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen aus.

Die CPU bekräftigt erneut ihr Interesse an einer verbesserten Koordinierung der europäischen Programme, um die Kontinuität der Innovationskette gewährleisten zu können sowie zwischen den Programmen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene.

 

Die CPU unterstützt den Bürokratieabbau, indem sie: europäische Projekte ablehnt, die wirtschaftsorientiert sind, für die Beibehaltung von Timesheets plädiert (Erarbeitung eines einheitlichen, vereinfachten Modells), gegen die Vervielfachung von zwischenstaatlichen Initiativen ist, um einer Aufspaltung des EFR entgegenzuwirken und sich für die Einführung eines einheitlichen Rahmens und gemeinsamer Teilnahmebedingungen für die verschiedenen europäischen Programme einsetzt.

 

Schließlich unterstrich die CPU die Bedeutung des “Dreiecks des Wissens “für die Universitäten, das auf Forschung / Ausbildung / Bildungsinnovation / technologiebasierte Innovation beruht. Die Universitäten bekräftigen daher die Notwendigkeit, dass dieses Konzept innerhalb der verschiedenen EU-Kommissionen bei der Erstellung des zukünftigen Rahmenprogramms stärkere Berücksichtigung findet.

Quelle:

Empfehlungen der CPU zum 8. FRP und zum EFR – 20.01.2011

http://www.cpu.fr/uploads/tx_publications/Recommandations_de_la_CPU_pour_le_8eme_PCRDT_et_l__EER.pdf