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Aktionsplan für eine übersichtlichere Planung in der Gesundheitsforschung

Auf Wunsch des französischen Staatspräsidenten hat die AVIESAN [1] nach den wichtigsten Vorgaben der Nationalen Gesundheitsstrategie und der Nationalen Forschungsstrategie einen Aktionsplan zur Stärkung der Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren der Gesundheitsforschung erarbeitet.


Auf Wunsch des französischen Staatspräsidenten hat die AVIESAN [1] nach den wichtigsten Vorgaben der Nationalen Gesundheitsstrategie und der Nationalen Forschungsstrategie einen Aktionsplan zur Stärkung der Synergien zwischen den verschiedenen Akteuren der Gesundheitsforschung erarbeitet.

 

Dieser Plan, der dem Ministerium für Hochschulen, Bildung und Forschung und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Frauenrechte übergeben wurde, zielt auf eine effizientere Nutzung der Strukturen, der Programme und der finanziellen Mittel im Bereich der klinischen und translationalen Forschung ab. Durch die sich daraus ergebende wachsende Zahl an Finanzierungsquellen und Akteuren steigt auch die Sichtbarkeit der von Frankreich unternommenen Anstrengungen in diesen Bereichen (200 Mio. Euro und 800 Projekte im Jahr 2013).

 

Der Aktionsplan unterstreicht die drei wichtigsten Prinzipien der Planung in der Gesundheitsforschung:

  • Aufteilung der logistischen Abläufe bei Projektaufrufen
  • Abstimmung der Bewertungsnormen, die Bestandteil der Finanzierungen sind
  • Koordinierung bei der Identifizierung der nationalen Prioritäten

 

Der für den Aktionsplan verantwortliche Lenkungsausschuss schlägt folgende Aufgaben für 2015 vor:

  • Abstimmung der wissenschaftlichen Beurteilung von Projekten, auf der Grundlage eines gemeinsamen Bezugssystems für Verfahren und bewährte Methoden
  • Vereinfachung der Logistik durch ein „gemeinsames Online-Portal“ der ANR (Forschungsförderagentur), auf dem der Aufruf veröffentlicht wird, der Zeitplan angegeben ist und die Bewerbungsunterlagen zur Verfügung stehen
  • Kohärenz der wissenschaftlichen Programmplanung durch die AVIESAN, um das Kontinuum zwischen der Forschung im Bereich Gesundheitswesen, der Grundlagenforschung und der translationalen und der klinischen Forschung zu verstärken. In regelmäßigen Abständen werden gemeinsam die wissenschaftlichen Prioritäten in den verschiedenen Bereichen der Gesundheitsforschung ermittelt.

 

Der Aktionsplan soll bis Ende 2015 in einer kohärenten Organisation münden. Diese ist die Voraussetzung für eine verantwortungsvollere Gesundheitspolitik und eine stärkere internationale Sichtbarkeit – zwei strategische Herausforderungen für französische Spitzenforschung im Gesundheitsbereich.

 

[1] Im April 2009 haben acht Akteure der französischen Forschung – CNRS (Zentrum für wissenschaftliche Forschung), INSERM, CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien), INRA (Institut für Agrarforschung), INRIA (Forschungsinstitut für Informatik und Automatik), IRD (Forschungsinstitut für Entwicklung), Pasteur Institut und die Konferenz der Universitätspräsidenten (CPU) – die nationale Allianz für Lebens- und Gesundheitswissenschaften AVIESAN gegründet und damit einen wichtigen Schritt zur verbesserten Koordination der französischen Lebens- und Gesundheitswissenschaften vollzogen. Die von der französischen Regierung geführte Reform des Forschungssystems stärkt die Position der französischen Forschung in diesem Bereich durch eine konzertierte Programmgestaltung.

 

 

Quelle: “Recherche en santé : un plan d’action pour une programmation plus lisible”, Pressemitteilung des Ministeriums für Hochschulen, Bildung und Forschung, 15.07.2015 – http://www.enseignementsup-recherche.gouv.fr/cid91516/recherche-en-sante-un-plan-d-action-pour-une-programmation-plus-lisible.html

 

Übersetzerin: Jana Ulbricht, jana.ulbricht@diplomatie.gouv.fr